Berlin testet neues Wohnmodell: Clusterwohnungen für mehr Gemeinschaft und Privatsphäre
Amelie LangBerlin testet neues Wohnmodell: Clusterwohnungen für mehr Gemeinschaft und Privatsphäre
Berlins kommunaler Wohnungsanbieter WBM nimmt Bewerbungen für erste Clusterwohnungen entgegen
Das neue Wohnmodell verbindet gemeinschaftliches Wohnen mit privatem Rückzugsraum und soll den veränderten Bedürfnissen der Stadt gerecht werden. Ab sofort können sich Interessierte für das Projekt "Quartier Lilienthal" in der Köpenicker Straße bewerben.
Die Anlage im Bezirk Mitte befindet sich derzeit im Bau und soll bis Juli 2026 fertiggestellt werden. Geplant sind acht Clusterwohnungen mit jeweils rund 205 Quadratmetern Fläche. Jede Einheit umfasst sieben Schlafzimmer, mehrere Bäder sowie einen gemeinsamen Wohn- und Essbereich.
Gemeinsam mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft hat die WBM eine Vermittlungsplattform eingerichtet. Diese unterstützt Einzelpersonen ohne bestehende Wohngemeinschaft bei der Suche nach passenden Mitbewohnern. Bewerbergruppen müssen sich über ein Online-Formular gemeinsam anmelden.
Sobald die Wohngemeinschaft eingezogen ist, organisiert sie selbstständig die Nachbesetzung, falls ein Bewohner auszieht. WBM-Pressesprecher Matthias Borowski bezeichnete die Clusterwohnungen als "moderne Antwort auf die sich wandelnden Wohnbedürfnisse Berlins". Das Projekt ist Teil des Plans der WBM, bis 2034 insgesamt 10.000 neue Wohnungen zu errichten – darunter auch in Spandau.
Die Clusterwohnungen bieten eine Mischung aus Gemeinschaft und Privatsphäre. Die Anmeldung für den Standort Köpenicker Straße ist nun möglich, der Einzug soll Mitte 2026 erfolgen. Die Initiative der WBM zeigt, wie der Berliner Wohnungsbestand an aktuelle Lebensstiltrends angepasst wird.






