Renk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt weiter
Tim VoigtRenk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt weiter
Renk, ein auf Antriebstechnik spezialisiertes Unternehmen aus Augsburg, hat einen Großauftrag zur Lieferung von Getrieben für die Schützenpanzer Puma der deutschen Bundeswehr erhalten. Der Deal umfasst 188 zusätzliche Einheiten zu einem bestehenden Vertrag und erhöht die Gesamtzahl auf 213 Getriebe, die zwischen Mitte 2027 und Ende 2030 ausgeliefert werden sollen. Trotz des neuen Geschäfts ging der Aktienkurs des Unternehmens am Freitag um 3,12 Prozent zurück und setzte damit einen seit einem Monat anhaltenden Abwärtstrend fort.
Bei dem aktuellen Auftrag handelt es sich um 188 HSWL-256-Getriebe, deren Auslieferung ab Anfang 2026 beginnen soll. Zudem wird die Renk-Tochter Horstman Group im Rahmen der Vereinbarung passende hydropneumatische Federungssysteme liefern. Obwohl der genaue finanzielle Wert der kombinierten Verträge nicht bekannt gegeben wurde, verzeichnete das Unternehmen per Ende 2025 einen Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro.
In seiner Gewinnprognose für 2026 führt Renk rund 200 Millionen Euro aus dem Vorjahr an, die in der ersten Jahreshälfte erfüllt werden müssen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) zwischen 255 und 285 Millionen Euro.
Anleger reagierten jedoch verhalten auf die neuen Aufträge. Die Marktaufmerksamkeit gilt derzeit technischen Schwächen in der Aktienperformance von Renk, die in den vergangenen 30 Tagen kontinuierlich nachgegeben hat.
Der erweiterte Vertrag festigt Renks Position als wichtiger Zulieferer für militärische Fahrzeuge der Bundeswehr. Die Lieferungen erstrecken sich über den Zeitraum von 2026 bis 2030, wobei die Finanzprognose für 2026 teilweise auf verschobenen Aufträgen basiert. Unterdessen spiegeln die Aktienkurse weiterhin eher allgemeine Marktbedenken wider als die neuen Geschäftserfolge.






