Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln gegen Schwänzen und mehr KI im Unterricht
Ella HuberBerlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln gegen Schwänzen und mehr KI im Unterricht
Der Berliner Senat hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Schulgesetzes der Stadt verabschiedet. Die Änderungen zielen darauf ab, das Bildungssystem zu modernisieren und Schulen auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Zu den zentralen Neuerungen gehören strengere Regeln gegen Schulschwänzen, die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie digitale Systeme zur Erfassung der Lernfortschritte.
Nach dem geplanten Gesetz sollen Schulen die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler systematischer überwachen. Standardisierte Tests und Vergleichsdaten helfen dabei, Kinder mit besonderem Förderbedarf frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, Lehrmethoden zu bewerten und die Bildungsqualität zu steigern.
Die Reform sieht zudem verschärfte Maßnahmen gegen unentschuldigtes Fehlen vor. Bei häufigen, unerklärten Abwesenheiten können Schülerinnen und Schüler verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder mit chronischen Erkrankungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Schulen sollen elektronische Klassenbücher, digitale Zeugnisse und Schülerausweise einführen. Der Gesetzentwurf regelt zudem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Darüber hinaus enthält er neue Richtlinien für den Übergang auf weiterführende Schulen.
Der Senat hat den Entwurf nun an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet. Die Abgeordneten werden die Details beraten, bevor eine endgültige Abstimmung stattfindet. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es tiefgreifende Veränderungen für das Berliner Schulsystem mit sich bringen: Schulen würden datengestützte Methoden nutzen, um Lernfortschritte zu dokumentieren und Schulschwänzen entgegenzuwirken. Die Reformen treiben zudem die Digitalisierung voran und schaffen klarere Regeln für den Einsatz von KI im Klassenzimmer.






