Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung entlang des S-Bahn-Rings bis 2037
Ella HuberBerlin plant dritte Internationale Bauausstellung entlang des S-Bahn-Rings bis 2037
Berlin wird von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats markiert einen Wandel im Vergleich zu früheren Veranstaltungen, die sich auf einzelne Stadtviertel konzentrierten – diesmal soll die gesamte Stadt entlang des S-Bahn-Rings in den Blick genommen werden. Stadtplaner und Architekten begrüßen den Schritt bereits als Chance, die Zukunft der Metropole neu zu gestalten.
Die IBA knüpft an zwei frühere Ausgaben in der Stadt an: die IBA 1957 im Hansaviertel und die IBA 1987 in der Südlichen Friedrichstadt. Anders als diese Projekte wird die Ausstellung 2034–2037 jedoch den gesamten S-Bahn-Ring in den Fokus rücken, mit dem Ziel, die Vernetzung zu verbessern und Übergangsräume zwischen dem inneren und äußeren Berlin zu entwickeln.
Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Plan gelobt. Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, bezeichnete ihn als "historische Chance", neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung zu setzen. Der Verband sieht in der IBA die Möglichkeit, zentrale Herausforderungen wie Wohnungsbau, Infrastruktur und Nachhaltigkeit anzugehen.
Gleichzeitig wirft die Konzentration des Senats auf die IBA Fragen zu anderen Großprojekten auf. Während es für eine mögliche Olympiabewerbung nicht einmal ein Grundkonzept gibt, argumentieren Befürworter der Spiele und der Weltausstellung, dass alle drei Vorhaben miteinander vereinbar wären. Doch bleibt unklar, ob Berlins Koalitionsspitzen jedes der Projekte tatsächlich voll unterstützen.
Die IBA 2034–2037 wird sich über vier Jahre erstrecken, die Vorbereitungen laufen bereits. Ihr stadtweiter Ansatz entlang des S-Bahn-Rings unterscheidet sie deutlich von früheren Ausstellungen. Der Erfolg des Projekts könnte prägend dafür sein, wie Berlin in den kommenden Jahrzehnten mit urbanem Wachstum umgeht.






