22 April 2026, 14:08

Berlin führt Mietregister ein: Kampf gegen illegale Mieterhöhungen beginnt

Innenansicht einer Wohnung in Berlin mit einem weißen Tisch mit einer Pflanze in einer Schale, Stühlen, einem Sofa mit Kissen, einer Lampe, Regalen mit Gegenständen, einer Klimaanlage, Fotorahmen an der Wand, Fenstern und Deckenleuchten.

Berlin führt Mietregister ein: Kampf gegen illegale Mieterhöhungen beginnt

Die Berliner Regierung hat Pläne für ein Mietregister genehmigt, um gegen illegale Mieterhöhungen vorzugehen. Mit der Maßnahme soll Transparenz in einen Wohnungsmarkt gebracht werden, auf dem Verstöße weit verbreitet sind. Künftig müssen Vermieter detaillierte Mietdaten an die Behörden melden.

Das neue System zwingt Vermieter, Angaben zu Mieten, Mieterhöhungen und Wohnungsgrößen zu übermitteln. KI-gestützte Tools werden die Daten dann auf mögliche Verstöße gegen das Mietpreisbremse-Gesetz prüfen und verdächtige Fälle automatisch zur weiteren Untersuchung markieren. Da über zwei Millionen Berliner zur Miete wohnen, könnte das Register eine Welle von Rechtsstreitigkeiten auslösen.

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Die aktuellen Mieten in der Stadt liegen oft weit über den gesetzlichen Grenzen. Ein großer Wohnungsanbieter verlangt beispielsweise 13,50 Euro pro Quadratmeter für eine einfache Zweizimmerwohnung – fast das Doppelte des offiziellen Richtpreises von unter sieben Euro. Das Unternehmen begründet die hohen Kosten mit dem Verweis auf 20 weitere Wohnungen, die lokal zum gleichen Preis vermietet würden.

Mieter zögerten bisher oft, gegen illegale Mieten vorzugehen, aus Angst vor Repressalien oder Kündigung. Doch das Register könnte das Machtgefälle verändern und den Behörden die Mittel an die Hand geben, ohne auf individuelle Beschwerden angewiesen zu sein. Einige Vermieter äußern jedoch bereits Kritik und argumentieren, das System werde unnötige Bürokratie schaffen.

Sollte das Register erfolgreich sein, könnte es als Vorbild für andere deutsche Städte dienen, die mit explodierenden Mieten kämpfen. Bei positiver Bilanz könnte das Modell bundesweit eingeführt werden. Zunächst werden Berlins Mieter und Wohnungsbehörden gespannt verfolgen, wie sich das System entwickelt.

Quelle