02 April 2026, 20:01

Banaszak fordert Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen explodierende Spritpreise

Grafik mit dem Titel 'Benzinpreise in den Vereinigten Staaten', die zwei Linien zeigt, die den Zustand der Benzinpreise über die Zeit darstellen, mit einer blauen Linie, die eine Abnahme der Preise und einer grünen Linie, die eine Zunahme der Preise anzeigt.

Banaszak fordert Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen explodierende Spritpreise

Grünen-Chef Felix Banaszak kritisiert Kanzler Friedrich Merz und die Koalition scharf, weil sie die explodierenden Energiekosten nicht in den Griff bekommen. Angesichts stark steigender Preise für Benzin und Diesel fordert Banaszak dringende Maßnahmen, um den Spritverbrauch zu senken und Haushalte zu entlasten. Zu seinen Vorschlägen gehören ein temporäres Tempolimit, die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets für den ÖPNV sowie eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, um die Stromrechnungen zu senken.

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Banaszak wirft der Regierung vor, im Umgang mit der Energiekrise keine Entschlossenheit zu zeigen – besonders problematisch, da die Spannungen mit dem Iran die Spritpreise zusätzlich in die Höhe treiben. Er betont, die Bürgerinnen und Bürger seien bereit, Einschnitte zu akzeptieren, wenn die Politik klare Wege aufzeige. Ein zentraler Punkt seiner Forderungen ist das befristete Tempolimit, das seiner Ansicht nach sofort den Verbrauch drosseln und die Kosten stabilisieren würde.

Umweltverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützen die Idee und schätzen, dass dadurch jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Kraftstoff eingespart werden könnten. Auch das Bündnis für Lebensmittelsicherheit (BfL) spricht sich für die Maßnahme aus und verweist auf ökologische und wirtschaftliche Vorteile. Doch die von der CDU geführte Koalition hat die Forderungen bisher ignoriert – was bei den Grünen auf weitere Kritik stößt.

Um den Umstieg vom Auto zu fördern, schlägt Banaszak zudem die Rückkehr des 9-Euro-Monatstickets für Busse und Bahnen vor. Zudem fordert er eine Sonderabgabe auf die Rekordgewinne der Ölkonzerne, deren Erträge die Stromkosten für Haushalte senken sollen. Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag eingebracht, der das Tempolimit mit einer Ausweitung der Homeoffice-Regelungen verbindet – doch vonseiten der Regierung gibt es bisher keine Reaktion.

Ziel der grünen Vorschläge ist es, die Nachfrage nach Kraftstoffen zu verringern und die finanzielle Belastung der Haushalte zu mildern. Ohne politische Gegenwehr, warnen Kritiker, werden die steigenden Energiekosten weiter die Haushaltsbudgets belasten. Banaszak betont, die Maßnahmen seien in der aktuellen Krise sowohl pragmatisch als auch unverzichtbar.

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