Ausländische Investoren fürchten Linkspolitik mehr als AfD-Erfolge vor Wahlen
Amelie KrausAusländische Investoren fürchten Linkspolitik mehr als AfD-Erfolge vor Wahlen
Deutschlands Bundesbeauftragter für Auslandsinvestitionen, Martin Blessing, hat sich vor den anstehenden Landtagswahlen zu den Sorgen ausländischer Unternehmen geäußert. Zwar steht der Aufstieg der rechtspopulistischen AfD im Fokus, doch internationale Investoren zeigen sich besorgter über linkspolitische Pläne zur Eigentumsregulierung.
Blessing übernahm sein Amt im September 2025 nach seiner Ernennung durch Bundeskanzler Friedrich Merz. Seitdem warnt er vor den Risiken, die von Debatten über Enteignungen und Eingriffe in Eigentumsrechte ausgehen. Solche Diskussionen – vor allem von der Linken vorangetrieben – beunruhigen ausländische Firmen stärker als die Umfrageerfolge der AfD.
Besonders brisant ist die bevorstehende Berliner Landtagswahl. Links- und Grünparteien in der Hauptstadt fordern seit Langem staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt, darunter Enteignungsmaßnahmen. Diese Pläne verunsichern die Wirtschaft mehr als die Aussicht auf eine rechtspopulistische Mehrheit.
Österreich zeigt, dass eine rechtspopulistische Regierungsbeteiligung nicht zwangsläufig Investitionen abschreckt. Die dortige FPÖ war bereits an Koalitionen beteiligt, ohne dass es zu einem massiven Abzug ausländischer Unternehmen kam.
Trotz politischer Verschiebungen genießt Deutschland bei internationalen Investoren weiterhin hohes Ansehen. Blessing appelliert an die Bundesregierung, diese Stabilität zu nutzen. Er betont, dass klare Eigentumsrechte entscheidend seien, um das Vertrauen in den deutschen Markt zu bewahren.






