Aurubis glänzt mit Platin-Ranking – doch die Aktie leidet unter Kupferpreisen
Tim VoigtAurubis glänzt mit Platin-Ranking – doch die Aktie leidet unter Kupferpreisen
Aurubis festigt Führung bei nachhaltiger Kupferproduktion – trotz Aktienrückgangs
Aurubis hat seine Position als führendes Unternehmen in der nachhaltigen Kupferherstellung weiter ausgebaut, nachdem es Spitzenbewertungen in Umweltrankings erhalten hat. Zu den jüngsten Erfolgen zählen die Verleihung der Platin-Medaille durch EcoVadis sowie herausragende Werte bei der CO₂-Effizienz. Gleichzeitig musste das Unternehmen jedoch einen Rückgang seines Aktienkurses hinnehmen, der von den schwankenden Kupferpreisen belastet wird.
Im März 2026 veröffentlichte Aurubis sein erstes eigenständiges ESG-Faktenbuch, das institutionellen Anlegern detaillierte Nachhaltigkeitsdaten zur Verfügung stellt. Dieser Schritt folgte auf eine Reihe von Umwelt-Meilensteinen, darunter eine Bewertung von 85 von 100 Punkten durch EcoVadis – damit gehört das Unternehmen zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Firmen.
Zudem erreichte Aurubis für das Jahr 2025 ein B-Rating im CDP Climate Change sowie ein A-Minus in der CDP Water Security. Der CO₂-Fußabdruck seiner Kupferkathoden liegt weiterhin über 60 Prozent unter dem globalen Durchschnitt von Schmelzhütten. Diese Erfolge gehen einher mit Investitionen in Höhe von 155,4 Millionen Euro in den Umweltschutz im Geschäftsjahr 2024/25 – damit belaufen sich die gesamten "grünen" Ausgaben des Unternehmens seit dem Jahr 2000 auf 1,172 Milliarden Euro.
Finanziell erhöhte Aurubis die Dividende auf 1,60 Euro pro Aktie, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem korrigierte das Unternehmen seine Gewinnprognose für 2025/26 nach oben und erwartet nun ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 375 und 475 Millionen Euro. Dennoch verlor die Aktie seit Ende Februar rund 12 Prozent an Wert und notierte am 23. März 2026 bei 152,70 Euro (Vorstand: 172,90 Euro).
Aktuell schließt Aurubis seinen größten Investitionszyklus der Unternehmensgeschichte ab und erweitert seine Standorte in Hamburg und Bulgarien. Die Modernisierungen sollen die Kapazitäten für Recycling und Raffinadekupfer erhöhen. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, seine Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zu 2018 zu halbieren, die Scope-3-Emissionen pro Tonne Kupferkathode um 24 Prozent zu senken und den Recyclinganteil auf 50 Prozent zu steigern.
Trotz der aktuellen Herausforderungen am Aktienmarkt verbindet Aurubis weiterhin starke Nachhaltigkeitsleistungen mit wirtschaftlichem Wachstum. Die Erweiterungen in Hamburg und Bulgarien werden die Recycling- und Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Mit klaren Klimazielen und kontinuierlichen Transparenzbemühungen bleibt das Unternehmen auf seine langfristigen ökologischen und betrieblichen Ziele fokussiert.






