17 June 2026, 18:14

Abschied vom Gorki-Theater: Ein Festabend zwischen Wehmut und Neuanfang

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied vom Gorki-Theater: Ein Festabend zwischen Wehmut und Neuanfang

Das Maxim-Gorki-Theater in Berlin hat seinen Abschied mit einem Festabend gefeiert, der einen künstlerischen Wandel einläutet. Bei der Veranstaltung wurde die scheidende Intendantin Shermin Langhoff geehrt – mit Reden, Performances und einem Konzert unter dem Titel Lieder aus den letzten Jahren.

Den Abend eröffnete Via Jikeli mit Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später trug Jonas Dassler im fast leeren Saal den Fledermaus-Aussterbe-Song vor, bevor die Feierlichkeiten in eine Bar nach Neukölln verlegt wurden.

Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Diese antwortete mit einer kurzen Ansprache und ließ ihre vorbereiteten Notizen demonstrativ zu Boden fallen. Der Abend unterstrich, dass das postmigrantische Theater nun fest in der deutschen Kulturlandschaft verankert ist.

Die Stimmung war wehmütig und zugleich hoffnungsvoll – zusammengefasst im Satz Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki. Nach dem Konzert setzten die Gäste die Feier in der Neuköllner Bar fort.

Der Abschiedsabend würdigte das Erbe des Gorki unter Langhoffs Führung und ebnete gleichzeitig den Weg für ein neues künstlerisches Kapitel. Die Auftritte und Reden zeigten, wie nachhaltig das postmigrantische Theater die deutsche Kulturszene geprägt hat.

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