Zufit Simon erhält den Tanzpreis München 2025 für ihr revolutionäres Lebenswerk
Amelie LangZufit Simon erhält den Tanzpreis München 2025 für ihr revolutionäres Lebenswerk
Die Choreografin Zufit Simon erhält 2025 den Tanzpreis München für ihr Lebenswerk. Die 45-jährige Künstlerin, in Israel geboren, aber seit 25 Jahren in Deutschland ansässig, hat den zeitgenössischen Tanz mit mutigen und präzisen Werken geprägt. Ihr jüngstes Stück, The Fight Club, eröffnet am 23. April das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover.
Mit vier Jahren begann Simon zu tanzen, zunächst mit klassischem Ballett. Bereits 2005 gewann ihr Solo fleischlos den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig. 2016 erlitt ihre Karriere jedoch einen Rückschlag, als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte strich.
Viele von Simons frühen Werken feierten ihre Premiere im Berliner LOT Theater, das 2024 aufgrund von Insolvenz schließen musste. Trotz Rückschlägen setzte sie ihre Arbeit fort – oft unterstützt von Spielstätten wie der artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig. Kritiker beschreiben ihre Choreografien als verfeinert und doch explosiv – wie die molekulare Küche, bei der jede Bewegung ihre volle Intensität bewahrt.
Ihre neueste Produktion, The Fight Club, markiert einen Wandel hin zu roher Körperlichkeit und männlicher Konfrontation. Das Stück eröffnet das Best OFF Festival und zeigt Simons sich weiterentwickelnde künstlerische Richtung.
Der Tanzpreis München würdigt Simons jahrzehntelange Innovation und Widerstandsfähigkeit. Mit The Fight Club bringt sie eine frische, kämpferische Energie auf die Bühne. Die Festspieleröffnung in Hannover wird ihr neuestes Werk in den Fokus rücken.






