09 June 2026, 06:00

Yasmin Benner fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik

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Yasmin Benner fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik

Yasmin Benner, eine zentrale Figur der deutschen Arbeitsbewegung, hat gefordert, die Industriepolitik zu stärken, um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden. Sie betonte die Notwendigkeit gezielter Investitionen in Schlüsselsektoren wie grüne Stahlproduktion und Elektromobilität – während sie pauschale Kürzungen und unkoordinierte Ausgaben kritisierte.

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Benner verwies auf die Schwierigkeiten Deutschlands, im industriellen Wettbewerb mit China und den USA mitzuhalten. Die Vorstellung eines „fairen Wettbewerbs“ auf globaler Ebene sei nicht mehr realistisch, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach klaren Investitionsprioritäten, um die Wirtschaft des Landes zu beleben.

Zudem lehnte sie Vorschläge zur Reform der Arbeitszeitregelungen ab. Stattdessen plädierte sie für eine stärkere Qualifizierung der Beschäftigten und eine bessere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt. Benner machte deutlich, dass die Gewerkschaft zwar bereit sei, mit der Bundesregierung zusammenzuarbeiten, aber keine Regierungsaufgaben übernehmen oder sich an dem, was sie als „Koalitionsgespräche 2.0“ bezeichnete, beteiligen werde.

Die Gewerkschaftschefin unterstrich ihre Rolle als Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angesichts steigender Lebenshaltungskosten. Ein anstehendes Treffen mit den Sozialpartnern bezeichnete sie als entscheidend – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands.

Benners Aussagen verdeutlichen den Druck auf Deutschland, seine Industriestrategie zu reformieren. Ihr Appell für gezielte Politiken und Investitionen in Schlüsselbranchen spiegelt die Sorgen über den globalen Wettbewerb und die innenpolitischen Wirtschaftsschwierigkeiten wider. Die nächsten Schritte der Regierung werden maßgeblich darüber entscheiden, wie diese Herausforderungen bewältigt werden.

Quelle