Wolfsangriff in Thüringen: Acht Schafe getötet oder schwer verletzt
Wolfsangriff auf Thüringer Bauernhof: Acht Schafe tot oder verletzt
Ein Wolfsangriff auf einen Bauernhof in Thüringen hat acht Schafe getötet oder schwer verletzt. Der Schafmeister Egon Specht entdeckte die Tiere am vergangenen Sonntagmorgen auf seiner Weide in Urnshausen. Der Vorfall hat die Debatte darüber neu entfacht, wie mit Wölfen umgegangen werden soll, die Nutztiere bedrohen.
Specht fand sechs tote Mutterschafe und zwei weitere mit schweren Bisswunden vor. Die Verletzungen waren so gravierend, dass die Familie sofort Wölfe als Verursacher vermutete. Sie informierte das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse, das Proben zur Bestätigung entnahm.
Die Familie Specht geht von einem Angriff mehrerer Wölfe aus. Sechs weitere Mutterschafe mussten nach dem Vorfall tierärztlich versorgt werden, was die finanzielle Belastung zusätzlich erhöht. Jedes verlorene Tier steht für Jahre der Zucht und harte Arbeit.
Örtliche Schafhalter betonen, dass die Schafzucht entscheidend zur Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön beiträgt. Der Angriff hat die Forderungen Thüringer Nutztierhalter nach klareren Regelungen zum Umgang mit sogenannten "Problemwölfen" verstärkt.
Der Vorfall hat bei der Familie Specht sowohl wirtschaftliche als auch emotionale Schäden hinterlassen. Die Behörden analysieren derzeit die entnommenen Proben, um die Identität des Räubers zweifelsfrei zu bestätigen. Landwirte in der Region fordern unterdessen verstärkten Schutz vor Wolfsangriffen.






