Wie Kim's Convenience die Bühnenwelt mit Herz und Humor eroberte
Ein herzerwärmendes Theaterstück über eine koreanische Einwandererfamilie hat die Bühnenwelt im Sturm erobert.Kim's Convenience erzählt die Geschichte von Appa, einem Ladenbesitzer in Toronto, der sich mit familiären Spannungen und einem unerwarteten Geschäftsangebot auseinandersetzt. Das Stück, das einst als kleine Produktion begann, hat inzwischen die großen Bühnen Nordamerikas und Großbritanniens erreicht.
Im Mittelpunkt steht Appa, gespielt vom Autor Ins Choi, der mit seiner Frau Korea verließ, um in Kanada ein neues Leben aufzubauen. Sie eröffneten einen Tante-Emma-Laden – kurzzeitig überlegten sie, ihn 7-12 zu nennen – und zogen ihre Kinder über dem Geschäft groß. Doch das Familienleben verlief nicht immer harmonisch. Ihr Sohn Jung floh mit 16, nachdem ein heftiger Streit mit seinem Vater im Krankenhaus endete.
Jahre später ist der Laden noch immer der Mittelpunkt der Familie. Janet, mittlerweile 30, arbeitet dort noch immer, träumt aber davon, Fotografin zu werden. Unterdessen hegt Alex, ein Polizist und Jungs Kindheitsfreund, Gefühle für sie. Das Stück balanciert zwischen Wärme und Humor, etwa in einer wiederkehrenden Gag über Appas unmöglich festen Händedruck.
Nach seiner Premiere beim Toronto Fringe Festival 2011 feierte Kim's Convenience größere Erfolge. Es lief am Soulpepper Theatre in Toronto, bevor es nach Off-Broadway, ins Londoner West End und nach Washington, D.C., ging. Die Herausforderungen der Familie nehmen eine neue Wendung, als ein Walmart in die Nachbarschaft zieht und Appa überlegt, den Laden – und damit ein Stück seiner Geschichte – zu verkaufen.
Die Reise des Stücks spiegelt seine Themen von Wandel und Widerstandskraft wider. Vom kleinen Festival zu internationalen Bühnen hat Kim's Convenience die Geschichte einer koreanisch-kanadischen Familie einem weltweiten Publikum nähergebracht. Seine Mischung aus Humor, Konflikt und Herzenswärme berührt die Zuschauer weiterhin.






