VW Nutzfahrzeuge wächst 2025 stark – doch der Gewinn bricht ein
Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) verzeichnete 2025 ein kräftiges Absatzwachstum, trotz finanzieller Herausforderungen. Das Unternehmen lieferte 428.000 Fahrzeuge aus – ein Plus von 6 Prozent –, während der Umsatz um 11 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro stieg. Allerdings brach der operative Gewinn aufgrund regulatorischer Belastungen und Markthürden in Nordamerika stark ein.
Der ID. Buzz blieb Europas meistverkaufter elektrischer Transporter mit über 60.000 verkauften Einheiten im Jahr 2025 – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Dieser Erfolg half VWN, seinen Marktanteil im europäischen Segment für elektrische Nutzfahrzeuge auf etwa 25 bis 30 Prozent auszubauen und damit Konkurrenten wie Mercedes-Benz Vans und Renault Trucks zu überflügeln. Auch der Multivan verzeichnete ein Rekordjahr: Die Auslieferungen stiegen um 31 Prozent auf 38.700 Fahrzeuge.
Der Auftragseingang kletterte um fast ein Drittel im Vergleich zu 2024, wobei einige Lieferungen auf 2026 verschoben wurden. VWN behielt seine Führungsposition in Deutschland und elf weiteren europäischen Märkten. Gleichzeitig stieg der Netto-Cashflow um 208 Prozent auf eine Milliarde Euro – ein Zeichen für die starke Nachfrage.
Dennoch sank der operative Gewinn auf 245 Millionen Euro (2024: 743 Millionen), während die Gewinnmarge auf 1,5 Prozent schrumpfte. Gründe für den Rückgang waren unter anderem CO₂-Strafen der EU sowie Schwierigkeiten in Nordamerika, darunter Zölle und der Wegfall von Fördergeldern für Elektrofahrzeuge.
Für 2026 plant VWN umfangreiche Modellpflegen. Der ID. Buzz Cargo erhält neue Funktionen wie Vehicle-to-Load-Laden, ein "Gute-Nacht"-Paket, einenCamp-Modusund eine Langversion. Auch für die BaureihenTransporterundCrafter* sind Updates vorgesehen.
Die Bilanz 2025 zeigt bei VWN eine Mischung aus starkem Absatz und finanzieller Belastung. Die Elektromodelle, allen voran der ID. Buzz, dominieren weiterhin den Markt, während Umsatz und Auftragseingang deutlich zulegten. Doch regulatorische Kosten und die Probleme in Nordamerika drückten auf die Gewinne – und bereiten den Weg für ein arbeitsreiches Jahr 2026 mit geplanten Produktneuerungen.