15 March 2026, 12:02

Vladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper nach 25 Jahren

Ein Dirigent in Anzug und Krawatte steht auf einer Bühne und leitet ein Orchester mit Geigen, Celli und Flöten, während das Publikum auf Stühlen aufmerksam zuhört.

Generalmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Vladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper nach 25 Jahren

Vladimir Jurowski wird 2029 nach 25 Jahren als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper zurücktreten. Sein Abschied markiert das Ende einer langen Amtszeit an einem der renommiertesten Opernhäuser Deutschlands, wo er seit 2004 die künstlerische Leitung innehat.

Jurowski äußerte sich kürzlich zu seiner Entscheidung und bezeichnete sie als einen natürlichen Moment der Erneuerung – sowohl für sich selbst als auch für die Institution.

Sein Vertrag war ursprünglich nur um zwei statt der üblichen fünf Jahre verlängert worden, eine bewusste Wahl, die seine Überzeugung von der Bedeutung von Wandel widerspiegelt. Offener als viele andere spricht er über die Risiken, zu lange in einer Position zu bleiben – oder sie zu früh zu verlassen. Stattdessen bevorzugt er einen ausgewogenen Ansatz und beschreibt einen Neuanfang als eine Art "Verjüngungskur".

Der Dirigent bleibt noch für die Spielzeit 2028/29 im Amt, bevor er die Leitung abgibt. Anders als einige seiner Vorgänger hat er keine konkreten Pläne für die Zeit danach und betont, lieber im Hier und Jetzt zu leben, als langfristige Verpflichtungen einzugehen. Mit seinem Rücktritt wird die Zahl der Generalmusikdirektoren der Bayerischen Staatsoper seit ihrer Gründung 1818 auf 19 steigen.

Serge Dorny, der Operndirektor, wird hingegen mindestens bis 2031 in seiner Position bleiben. Jurowski hat erklärt, dass der richtige Zeitpunkt für einen Abschied oft eine Frage des Instinkts sei – unabhängig von Erfolgen oder äußeren Erwartungen.

Sein Ausscheiden 2029 schließt ein bedeutendes Kapitel für die Bayerische Staatsoper ab. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, doch die Institution wird ohne ihn in eine neue Phase eintreten. Bis dahin konzentriert sich der Dirigent auf seine letzte Spielzeit und die anstehenden Aufgaben.

Quelle