Ver.di-Chef Werneke warnt vor "sozialer Verwüstung" nach Koalitionsgesprächen
Tim VoigtVer.di-Chef Werneke warnt vor "sozialer Verwüstung" nach Koalitionsgesprächen
Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, traf sich mit Vertretern der Koalition und Sozialpartnern, um über Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beraten. Nach den Gesprächen bekräftigte er die Forderungen der Gewerkschaft und äußerte sich zu den Diskussionen.
Werneke bezeichnete das Treffen im Kanzleramt als konstruktiv. Er lobte das Format und die Atmosphäre und betonte, dass die Koalitionsspitzen mit großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse zugehört hätten.
Er räumte zwar Unterschiede zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in Fragen der Sozialversicherung und Arbeitsmarktpolitik ein, machte aber deutlich, dass die Kernforderungen der Gewerkschaft unverändert blieben.
Gleichzeitig warnte Werneke vor Kürzungen im Sozialbereich, die er als „soziale Verwüstung“ bezeichnete. Stattdessen forderte er Reformen, um die Kaufkraft zu stärken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Die Gewerkschaft sehe sich zwar nicht als „Schattenregierung“, werde aber ihre Argumente einbringen und weiterhin dialogbereit bleiben, so Werneke.
Hinzu fügte er, dass Ver.di nun die Beschlüsse der Koalition prüfen und eigene Schlussfolgerungen ziehen werde. Die nächsten Schritte lägen nun bei der Koalition, die zunächst eigene Entscheidungen treffen müsse.
Die Gewerkschaft habe in zentralen Fragen klar Position bezogen und werde das weitere Vorgehen der Koalition abwarten, bevor sie selbst aktiv werde. Wernekes Aussagen unterstreichen damit die Dialogbereitschaft der Gewerkschaft, aber auch ihre kompromisslose Haltung beim Schutz sozialer Errungenschaften.






