USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa muss Sicherheit selbst stärken
Amelie KrausUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa muss Sicherheit selbst stärken
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten von Militärstandorten in Deutschland abzuziehen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Verringerung der US-Truppenpräsenz in ganz Europa. Deutsche Vertreter betonten daraufhin die Notwendigkeit einer größeren europäischen Eigenständigkeit in Verteidigungsfragen.
Aktuell sind in Deutschland etwa 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter wichtige Kommandostäbe für die US-Operationen in Europa und Afrika. Der Abzug, der in den nächsten 6 bis 12 Monaten erfolgen soll, wird diese Präsenz weiter reduzieren.
Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Entscheidung als absehbar. Er wies darauf hin, dass die Stationierung US-amerikanischer Truppen in Europa zwar sowohl deutschen als auch amerikanischen Interessen diene, die Entwicklung jedoch die Bedeutung unterstreiche, dass Europa seine eigenen Sicherheitsfähigkeiten stärken müsse.
NATO-Vertreter stimmen sich derzeit mit den USA ab, um die Details des Abzugs zu finalisieren. Unterdessen fordern Kritiker in Deutschland eine ehrgeizigere Aufstockung der Bundeswehr. Die aktuellen Pläne sehen vor, die Truppe von 185.000 auf 260.000 Soldaten zu vergrößern.
Der Truppenabbau der USA erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland seine eigenen Streitkräfte ausbauen will. Der Abzug wird schrittweise im Laufe des kommenden Jahres umgesetzt. Vertreter beider Seiten diskutieren weiterhin die Auswirkungen auf die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit.






