16 March 2026, 12:03

US-Batteriepionier Lyten plant Milliardenprojekt in Schleswig-Holstein

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstäben und -stangen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Lyten plant Batterie-Neustart in Heide mit spezieller Technologie - US-Batteriepionier Lyten plant Milliardenprojekt in Schleswig-Holstein

US-Batteriehersteller Lyten plant Großprojekt bei Heide in Norddeutschland

Der amerikanische Batteriespezialist Lyten bereitet in der Nähe von Heide in Schleswig-Holstein ein großes Industrievorhaben vor: Geplant ist eine kombinierte Fabrik für Batteriezellen, ein Rechenzentrum und eine Energiespeicheranlage. Unternehmenschef Dan Cook ist derzeit in der Region, um mit Kommunalpolitikern und Landesvertretern über die Übernahme zu verhandeln.

Erst kürzlich hatte Lyten für knapp fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro) die insolventen schwedischen Standorte des Batterieherstellers Northvolt übernommen – darunter das Hauptwerk in Skellefteå und ein Forschungszentrum in Västerås. Das Unternehmen hält nun über 550 Patente und ist spezialisiert auf Lithium-Schwefel-Batterien, die ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel auskommen.

Die Produktion läuft derzeit noch im kalifornischen San Jose, während die Entwicklung in den ehemaligen Northvolt-Laboren in Schweden vorangetrieben wird. Lyten arbeitet daran, die Lithium-Schwefel-Technologie für die Massenfertigung hochzuskalieren – doch es gibt noch Hürden, etwa bei der Energiedichte und der Schnellladefähigkeit.

In Deutschland laufen derzeit Gespräche mit der Bundesregierung, der KfW-Bank und dem Land Schleswig-Holstein über die hiesige Northvolt-Tochter. Falls die Übernahme abgeschlossen wird, könnte der Bau bei Heide bereits 2027 beginnen. Regionalwirtschaftliche Akteure bewerten das Vorhaben als strategisch sinnvoll, doch der Erfolg hängt davon ab, ob es gelingt, die Patente in industrielle Realität umzusetzen. Geplant ist zudem ein Beirat mit zentralen Beteiligten, um die langfristige Stabilität des Projekts zu sichern.

Die geplante Anlage wäre Lyten erster großer europäischer Produktionsstandort. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, hängt von der lokalen Unterstützung und der technischen Machbarkeit ab. Gelingt das Projekt, könnte es Norddeutschlands Position in der Batterieforschung und Energiespeicherung deutlich stärken.

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