Union und AfD liegen im Sonntagstrend erstmals gleichauf bei 25 Prozent
Amelie KrausSonntagstrend: Union verliert leicht und liegt nun wieder auf Augenhöhe mit der AfD - Union und AfD liegen im Sonntagstrend erstmals gleichauf bei 25 Prozent
Im neuesten Sonntagstrend zeigt sich im politischen Kräftespiel Deutschlands kaum Bewegung. Die konservative Unionsparteien und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) liegen nun gleichauf bei jeweils 25 Prozent. Die kleineren Parteien verharren derweil auf niedrigem, aber stabilem Niveau.
Die Union verlor im Vergleich zur Vorwoche leicht einen Prozentpunkt. Die AfD hingegen hielt sich stabil bei 25 Prozent und zieht damit mit der Union gleich. Diese Konstanz bestätigt einen längerfristigen Trend: Seit Anfang 2026 bleibt die Unterstützung für die AfD unverändert oder steigt leicht an. In Baden-Württemberg pendelte sie zwischen Januar und März zwischen 19 und 20 Prozent. Eine Umfrage aus Bayern Ende Februar ergab 18 Prozent, während eine aktuelle Forsa-Erhebung bundesweit 24 Prozent maß.
Nur die Grünen konnten zulegen und stiegen um einen Punkt auf 12 Prozent. Die SPD kommt auf 15 Prozent, die Linke bleibt bei 11 Prozent. Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als auch die FDP liegen jeweils bei nur 3 Prozent.
Eine mögliche Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen käme auf 52 Prozent der Stimmen. Dieses Bündnis bleibt unter den aktuellen Umfragewerten der vielversprechendste Weg zu einer regierungsfähigen Mehrheit.
Die jüngsten Zahlen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und AfD an der Spitze hin. Da kleinere Parteien kaum über die 3-Prozent-Hürde kommen, wird die Koalitionsbildung voraussichtlich die Debatten prägen. Der leichte Zuwachs der Grünen und die Position der SPD halten die Kenia-Koalition als realistischste Regierungsoption aufrecht.