Timothée Chalamet zwischen Rekordnominierungen und wachsender Oscar-Kritik
Ella HuberTimothée Chalamet zwischen Rekordnominierungen und wachsender Oscar-Kritik
Timothée Chalamet sorgt im Vorfeld der diesjährigen Oscar-Verleihung für Schlagzeilen. Der 28-jährige Schauspieler hat seine dritte Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Marty Supreme erhalten – und damit insgesamt seine vierte Oscar-Nominierung. Seine jüngste Rolle brachte ihm zudem eine Nominierung in der Kategorie Bester Film ein, da er als einer der Produzenten fungiert.
Doch die Oscar-Kampagne verlief nicht ohne Kontroversen. Kürzliche Äußerungen über Ballett und Oper lösten Kritik aus, selbst Steven Spielberg äußerte sich abfällig. Mittlerweile formiert sich eine wachsende "Stop-Timmy"-Bewegung, die die Wähler dazu aufruft, andere Kandidaten zu bevorzugen.
Chalamets Aufstieg in Hollywood war rasant. Seine erste Oscar-Nominierung erhielt er 2018 für Call Me by Your Name, eine weitere folgte 2025 für A Complete Unknown. Mit Marty Supreme wird er zum jüngsten Schauspieler, der dreimal als Hauptdarsteller nominiert wurde – und bricht damit den bisherigen Rekord von Marlon Brando.
Sein aktueller Film bringt ihm in diesem Jahr gleich zwei Nominierungen ein: neben Bester Hauptdarsteller auch Bester Film als Produzent. Trotz vier Nominierungen steht ein Oscar-Sieg für ihn noch aus.
Doch der Wahlkampf geriet ins Stocken. Seine Aussagen über Ballett und Oper sorgten branchenweit für Empörung. Auch Spielberg gehörte zu den Kritikern, die seine Worte öffentlich verurteilten. Die Debatte befeuerte die "Stop-Timmy"-Kampagne, in der Stimmen lauter werden, die sich für andere Preisträger aussprechen.
Nur wenige Tage vor der Verleihung wurde Chalamet im Manpuku, einem japanischen Restaurant in West Hollywood, beim Essen gesichtet. Mit grauer Windjacke und dunkler Baseball-Cap – deren oranges Logo einen Verweis auf Marty Supreme trägt – hielt er sich bewusst im Hintergrund.
Ob Chalamet bei den Oscars endlich eine Trophäe mit nach Hause nehmen wird, bleibt abzuwarten. Seine Nominierungen als Schauspieler und Produzent markieren einen Meilenstein seiner Karriere. Doch die Kritik an seinen jüngsten Aussagen könnte das Ergebnis beeinflussen.
Die Verleihung findet am 10. März statt – und Chalamet sieht sich in beiden Kategorien starker Konkurrenz gegenüber.