Suizid eines 36-Jährigen in Bremer Justizvollzugsanstalt bestätigt
Am Dienstagabend wurde in der Justizvollzugsanstalt Bremen ein 36-jähriger Häftling tot aufgefunden. Die Behörden bestätigten, dass es sich um Suizid handelte; Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es nicht. Der Mann befand sich seit August 2022 in Untersuchungshaft, nachdem gegen ihn wegen waffenrechtlicher Verstöße ermittelt wurde.
Der Inhaftierte wurde am frühen Abend erhängt mit Bettlaken in seiner Zelle entdeckt. Ein Notarzt stellte noch vor Ort seinen Tod fest. Die Ermittler schlossen später eine Beteiligung Dritter aus.
Der Gefangene saß seit dem 28. August 2022 in Untersuchungshaft und wartete auf seinen Prozess wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Waffengesetz, die im Zusammenhang mit einer Straftat gegen eine nahestehende Person standen. Justizsenatorin Claudia Schilling betonte, dass die Anstalt Häftlinge aktiv auf Suizidgefahr überwache und bei festgestellten Risiken reagiere.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls lagen keine offiziellen Statistiken zu Suiziden in deutschen Justizvollzugsanstalten für das Jahr 2023 vor. Aus Österreich wurden für 2022 sechs Fälle gemeldet, vergleichbare Zahlen für Deutschland sind jedoch nicht veröffentlicht.
Der Fall wird nach den üblichen Verfahren bei Todesfällen in Haft bearbeitet; die Behörden bestätigten, dass der Tod selbstverschuldet war. Die Inhaftierung des Mannes stand im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen Waffenbesitzes und häuslicher Gewalt. Die Gefängnisleitung prüft weiterhin die psychische Verfassung der Insassen, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.