10 April 2026, 20:02

Streit um Michael Jacksons Erbe eskaliert vor Biopic-Start von Michael

Ein Plakat mit dem Titel 'Eine kurze Geschichte von T.J. Jackson' mit einem zentralen Porträt umgeben von Bildern von Blättern, einer Flagge und anderen Gegenständen.

Streit um Michael Jacksons Erbe eskaliert vor Biopic-Start von Michael

Ein langjähriger Rechtsstreit um das Erbe von Michael Jackson ist wieder aufgeflammt, kurz vor der Veröffentlichung seines Biopics Michael. Der Filmstart folgt auf Jahre voller Auseinandersetzungen zwischen der Familie des verstorbenen Sängers und den Testamentsvollstreckern des Nachlasses. Paris Jackson, seine älteste Tochter, fordert seit Langem mehr Transparenz bei finanziellen Entscheidungen und der Darstellung ihres Vaters in dem Film.

Der Nachlass befindet sich seit 17 Jahren in der Nachlassabwicklung – seit Michael Jacksons Tod im Jahr 2009. Damals war das Erbe mit Schulden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar und der Drohung einer Insolvenz belastet. Unter der Führung der Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain wurde daraus jedoch ein Milliardengeschäft. Zu den Einnahmequellen gehörten ein Konzertfilm, ein Broadway-Musical und eine Show des Cirque du Soleil.

Paris Jackson hat wiederholt die Finanzgebarung des Nachlasses sowie den anstehenden Biopic infrage gestellt. In Beiträgen auf ihren Instagram-Stories bezeichnete sie den Film zuvor als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich". Ihre Bedenken wurden inzwischen von ihren Geschwistern geteilt, die sich ihrer Forderung nach mehr Offenheit und aktuelleren Informationen angeschlossen haben.

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Die Anwälte des Nachlasses haben sich gegen ihre Vorwürfe zur Wehr gesetzt. In einem Schriftsatz vom 19. März warfen sie Paris vor, sie inszeniere "Boulevard-Presse-Fotoauftritte" und "stolziere in Verhandlungsräume". Zudem argumentierten sie, dass die meisten ihrer finanziellen Einwände bereits in früheren Gerichtsentscheidungen geklärt oder von ihrem eigenen Anwaltsteam gebilligt worden seien. Der Nachlass betont, dass Paris Jackson bisher Leistungen in Höhe von 65 Millionen US-Dollar erhalten habe und in Zukunft Hundertmillionen mehr erben werde – eine Angabe, die sie bestreitet.

Trotz des anhaltenden Familienkonflikts wird der Biopic Michael nun wie geplant in die Kinos kommen. Die finanzielle Wende und die juristischen Auseinandersetzungen um den Nachlass zeigen, wie komplex die Verwaltung des Vermächtnisses einer globalen Ikone sein kann. Paris Jackson und ihre Geschwister setzen sich weiterhin für Veränderungen in der Führung und Kommunikation des Nachlasses ein.

Quelle