Skimming-Welle in Bremen: Wie Betrüger Geldautomaten manipulieren und Konten leeren
Tim VoigtSkimming-Welle in Bremen: Wie Betrüger Geldautomaten manipulieren und Konten leeren
Polizei Bremen warnt vor Zunahme von Skimming-Betrug an Geldautomaten
Die Bremer Polizei hat Bürger vor einer steigenden Zahl von Betrugsfällen durch Skimming an Geldautomaten gewarnt. In den vergangenen Monaten wurden in der Region über ein Dutzend Vorfälle gemeldet. Bei der Masche stehlen Kriminelle Kartendaten und PINs, um die Konten ihrer Opfer zu plündern.
Beim Skimming werden elektronische Daten von Bankkarten an Geldautomaten abgefangen. Die Täter bringen manipulierte Frontblenden oder präparierte Kartenschlitze an den Geräten an, um Kontodaten auszulesen. Versteckte Kameras oder Smartphones zeichnen anschließend die PINs auf, während Kunden sie eingeben.
Erst kürzlich verlor eine 53-jährige Frau in Bremen Geld, nachdem sich der Kartenschlitz eines Automaten während einer Abhebung löste. Das Gerät war von Betrügern manipuliert worden, um ihre Kartendaten zu kopieren. Die Polizei bestätigte, dass der Automat kompromittiert worden war.
Um nicht zum Opfer zu werden, raten die Behörden, niemals eine PIN an einem Türterminal für den Zugang zum Geldautomaten einzugeben. Wer dieselbe Karte sowohl für den Zutritt als auch für die Bargeldabhebung nutzt, erhöht das Risiko. Kunden sollten zudem die Tastatur beim Eintippen der PIN abdecken, um versteckte Kameras zu blockieren. Wirkt ein Geldautomat verdächtig – etwa durch lockere Teile oder ungewöhnliche Aufsätze –, wird geraten, ihn nicht zu benutzen und sofort die Polizei zu kontaktieren.
Der Anstieg der Skimming-Fälle unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Vorsicht an Geldautomaten. Einfache Maßnahmen wie das Abdecken der Tastatur und die Überprüfung der Geräte auf Manipulationen können Diebstahl verhindern. Die Polizei ermittelt weiterhin in den Fällen und bittet alle, die verdächtige Vorrichtungen entdecken, diese umgehend zu melden.






