Sanimed baut "Zukunftscampus" in Ibbenbüren nach erfolgreicher Restrukturierung
Ella HuberSanimed baut "Zukunftscampus" in Ibbenbüren nach erfolgreicher Restrukturierung
Sanimed, führender Distributor für Reha- und Medizintechnik, plant "Zukunftscampus" in Ibbenbüren
Der Medizintechnik-Händler Sanimed hat den Bau eines neuen "Zukunftscampus" in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) angekündigt. Das Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das sich nach einer finanziellen Krise erholt und unter neuer Führung seine Marktposition gestärkt hat.
Das 1983 gegründete Unternehmen wechselte im Laufe der Jahre mehrfach den Eigentümer. Nach der Übernahme durch die Hartmann Gruppe im Jahr 2001 verkaufte diese Sanimed 2020 an die Palero-Gruppe. Seit 2021 gehört das Unternehmen zur Löwenstein Gruppe, einem Spezialisten für Beatmungstechnologie mit rund 4.000 Mitarbeitern. Unter der neuen Führung konnte Sanimed seinen Marktanteil im deutschen Homecare-Bereich ausbauen und steigerte seinen Jahresumsatz bis 2025 um jährlich 15 bis 20 Prozent. Damit kletterte das Unternehmen in der Rangliste der nationalen Anbieter vom achten auf den fünften Platz und erhöhte seinen Marktanteil von vier auf sieben Prozent.
Doch 2024/2025 durchlebte Sanimed eine "existenzbedrohende Krise", die durch eine erfolgreiche Restrukturierung überwunden wurde. 2025 gelang es dem Unternehmen erstmals nach Jahren der Defizite, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Nun, mit konsolidierten Finanzen, bereitet sich Sanimed auf den Baubeginn des 16.000 Quadratmeter großen Campus vor, der 2026 starten soll. Das Gelände umfasst drei Stockwerke Büroräume, ein 4.500 Quadratmeter großes Logistikzentrum sowie ein Flagship-Store.
Sanimed beliefert den Markt mit einem breiten Sortiment – von Wundversorgungsprodukten über enterale Ernährung bis hin zu Rollstühlen und Elektromobilen. Der neue Campus unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, in einem hart umkämpften Sektor weiter zu wachsen, in dem Konkurrenten wie Ottobock (18 Prozent Marktanteil) und Medi (15 Prozent) die Führung innehaben.
Der Standort Ibbenbüren wird künftig als zentraler Knotenpunkt für Betrieb und Distribution dienen. Mit dem Baubeginn 2026 festigt Sanimed seine Position als bedeutender Akteur im Reha- und Medizintechnikmarkt. Das Projekt krönt Jahre der Umstrukturierung und eines stetigen Umsatzwachstums unter der Ägide der Löwenstein Gruppe.