Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Personalmangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Beschäftigung
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Das Bundesland führt damit in Ostdeutschland beim Wachstum – fast neun Prozent der Erwerbstätigen kommen mittlerweile aus dem Ausland. Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Fachkräfte, um Personalengpässe zu schließen.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe, die ausländische Beschäftigte einstellen, um 3.492. Im Jahr 2025 beschäftigten bereits 11.539 Unternehmen mindestens eine Arbeitskraft aus dem Ausland – das entspricht jedem vierten Betrieb im Land.
Die Gesamtzahl der ausländischen Sozialversicherungspflichtigen erhöhte sich von Juni 2024 bis Juni 2025 um 5.560. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich die Zahl vervierfacht. Größere Unternehmen stellen dabei eher internationale Mitarbeiter ein als kleinere Betriebe.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Angesichts der demografischen Entwicklung seien ausländische Arbeitskräfte für den heimischen Arbeitsmarkt unverzichtbar, so Behrens.
Trotz des deutlichen Anstiegs beschäftigen jedoch noch immer fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt keine Mitarbeiter aus dem Ausland. Der rasche Zuwachs an ausländischen Arbeitskräften spiegelt tiefgreifende wirtschaftliche Veränderungen wider. Die Betriebe passen sich weiterhin den sich wandelnden Dynamiken auf dem Arbeitsmarkt an.






