10 April 2026, 18:02

Rapsglanzkäfer bedroht Erträge: Wann Landwirte handeln müssen

Offenes Buch mit einer Bienenstock-Illustration, Text und mehreren Bienen, die um den Honigwabenkranz fliegen.

Rapsglanzkäfer bedroht Erträge: Wann Landwirte handeln müssen

Rapsbestände gedeihen in diesem Frühling in vielen Regionen prächtig. Die Pflanzen beginnen zu schossen, und der Hauptblütenstand ist nun deutlich erkennbar. Dennoch müssen Landwirte wachsam bleiben – der Rapsglanzkäfer stellt in dieser Jahreszeit eine anhaltende Bedrohung dar.

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Der Käfer kann die Erträge erheblich gefährden, doch eine Bekämpfung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe gezählt werden. Bauern sollten sich nicht auf Gelbschalen-Fänge verlassen, sobald sich die Knospen bilden, da diese Zahlen den tatsächlichen Befall nicht zuverlässig widerspiegeln. Stattdessen werden mehrere Feldbegehungen empfohlen, bei denen die Käfer entlang von Transekten im Bestandsinneren – und nicht nur am Rand – gezählt werden.

Zwischen den Wachstumsstadien BBCH 51 und 59 können acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri eingesetzt werden, allerdings ist die Mischung mit Netzmitteln verboten. In späteren Stadien bieten Tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure eine bienenfreundliche Alternative. Falls gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer bekämpft werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – jedoch erst nach Ende der täglichen Bienenflugaktivität.

In vielen Fällen lässt sich der Insektizideinsatz sogar ganz vermeiden. Das schont nicht nur Nützlinge und die Umwelt, sondern spart den Landwirten auch unnötige Kosten.

Genaues Monitoring und gezielte Maßnahmen sind dieses Jahr entscheidend, um die Käferplage in den Griff zu bekommen. Durch die Einhaltung der Schwellenwerte und die Wahl der richtigen Präparate können Bauern ihre Erträge sichern und gleichzeitig die Belastung für Bestäuber so gering wie möglich halten. Sachgerechte Erhebungsmethoden helfen dabei, dass Eingriffe sowohl wirksam als auch wirtschaftlich sinnvoll sind.

Quelle