04 May 2026, 18:01

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und politischen Aktivismus vereint

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration durch eine Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Fenstern, Bogengängen, Pfeilern und Skulpturen.

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und politischen Aktivismus vereint

RAPK – Rap-Trio aus Berlin-Kreuzberg – verbindet Musik mit politischem Aktivismus

Die Band RAPK, ein Rap-Trio aus Berlin-Kreuzberg, verschmilzt Musik mit politischem Engagement. Ihre Lieder thematisieren Gentrifizierung, rassistische Polizeikontrollen und Drogenabhängigkeit – alles verwurzelt in der Protestkultur ihres Kiezes. Ihr jährliches Maikoncert 2023 verzögerte versehentlich eine große Demonstration und löste eine Debatte aus, wie sich Musik und Aktivismus besser in Einklang bringen lassen.

Victor, Tariq und Gustav bilden RAPK, eine Gruppe, die von Kreuzbergs Widerstandsgeschichte geprägt ist. Ihre Texte speisen sich aus dem Alltag des Viertels und verbinden gesellschaftliche Kritik mit persönlichen Erzählungen. Themen wie Wohnungsnot, Polizeigewalt und Sucht spielen in ihrer Musik eine zentrale Rolle.

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Jedes Jahr veranstaltet RAPK am 1. Mai ein Solidaritätskonzert, das zeitlich an das Ende des Myfest anknüpft – einer langjährigen Tradition im Kiez. 2023 überschneidet sich ihr Auftritt mit dem Revolutionären 1.-Mai-Umzug, was zu Verzögerungen führte. Das Trio nutzte Durchsagen und Instagram, um Fans aufzufordern, Platz für die Demonstrant:innen zu machen.

Nach dem Ereignis räumte RAPK ihre Mitverantwortung für die Störung ein und entschuldigte sich. Sie betonten, dass Musik und Protest einander stärken, nicht behindern sollten. Für künftige Konzerte plant die Gruppe, ihre Bühne räumlich von den Demonstrationsrouten zu trennen, um ähnliche Konflikte zu vermeiden.

RAPKs Ansatz spiegelt ihre Überzeugung wider, dass Kunst politische Botschaften verstärken kann. Ihr Ziel ist es, Aktivismus zugänglicher zu machen, ohne den Bezug zu Kreuzbergs Kämpfen zu verlieren. Die Verzögerungen 2023 veranlassten sie, ihre Eventplanung zu überdenken: Das nächste Konzert soll abseits der Demonstrationsstrecke stattfinden, damit beide Formate ungestört nebeneinander existieren können. Ihre Arbeit bleibt eine Brücke zwischen Kreuzbergs Kultur und dem Ruf nach gesellschaftlichem Wandel.

Quelle