18 March 2026, 04:01

Pattsituation in Baden-Württemberg: Grünen und CDU vor zähen Koalitionsverhandlungen

Großes modernes Gebäude mit der Aufschrift "Stadtbahnhof" in Baden-Württemberg, mit vielen Fenstern, umgeben von Bäumen, Straßenmöbeln, Fahrzeugen, Fußgängern und Werbetafeln unter einem bewölkten Himmel.

Grüne bestätigen Fraktionsführung im Landtag - Pattsituation in Baden-Württemberg: Grünen und CDU vor zähen Koalitionsverhandlungen

Baden-Württemberg steht nach der Landtagswahl am 8. März vor einer politischen Pattsituation. Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Stimmen und lagen damit knapp vor der CDU, die auf 29,7 Prozent kam. Beide Parteien stellen nun jeweils 56 Abgeordnete im 157 Sitze zählenden Landtag – eine Konstellation, die sie zu Koalitionsverhandlungen zwingt, um eine stabile Regierung zu bilden.

Die Wahlergebnisse brachten keine klare Mehrheit hervor: Die AfD errang 35 Mandate, die SPD lediglich 10. Da die CDU eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD ausschließt, bleiben die Grünen und die Union die einzigen realistischen Optionen für eine regierungsfähige Allianz. Doch die Spannungen zwischen beiden Parteien bestehen fort – etwa bei der CDU-Forderung nach paritätischer Besetzung in Koalitionsvertrag und Regierungsämtern. Zudem gibt es gegenseitige Vorwürfe: Die Christdemokraten kritisieren etwa die Wahlkampftaktiken der Grünen gegen ihren Spitzenkandidaten Manuel Hagel.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Um in den anstehenden Verhandlungen Stabilität zu signalisieren, halten die Grünen vorerst an ihrer aktuellen Führung fest. Andreas Schwarz bleibt Fraktionsvorsitzender, während Cem Özdemir – der als künftiger Ministerpräsident gehandelt wird – in den Parteivorstand aufrückte. Eine formelle Wiederwahl der Spitze ist für Mai geplant, sobald eine neue Regierung steht.

Trotz anhaltender Differenzen gilt eine erneute grün-schwarze Koalition als einzig gangbarer Weg. Die größten Hürden liegen in der Machtverteilung und der Frage, wer Winfried Kretschmann als Ministerpräsident nachfolgen soll. Die Entscheidung der Grünen, ihr Führungsteam beizubehalten, wird als Zeichen für "Stabilität und Geschlossenheit" in der Übergangsphase gewertet.

Nun müssen Grünen und CDU ihre Konflikte überwinden, um eine arbeitsfähige Mehrheit zu bilden. Scheitern die Gespräche, droht dem Land eine längere Phase der Unsicherheit. Ein Koalitionsvertrag bleibt die einzige Lösung – doch die Verhandlungen dürften zäh und schwierig werden.

Quelle