Neue Kita in Braunschweigs Weststadt soll Betreuungsnot mit Modulbau lindern
Tim VoigtNeue Kita in Braunschweigs Weststadt soll Betreuungsnot mit Modulbau lindern
Neue Kita in Braunschweigs Weststadt: Moderne Bauweise soll Betreuungsengpässe lindern
In der Unstrutstraße im Braunschweiger Stadtteil Weststadt soll eine neue Kindertagesstätte entstehen. Das Projekt zielt darauf ab, den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gegend zu decken – mit einer modernen Einrichtung, die innovative Bauverfahren nutzt. Nun haben Stadtvertreter das räumliche Konzept für das Vorhaben vorgestellt.
Die geplante Kita entsteht in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Einrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg. Trägereinrichtung wird der Caritasverband Braunschweig sein. Vorgesehen sind drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe. Zudem soll ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum entstehen, der gesunde Ernährung und soziales Lernen fördern soll.
Die Weststadt leidet derzeit unter einem Mangel an Betreuungsplätzen. Allein im Krippenbereich fehlen 84 Plätze, im Kindergartenbereich werden 63 zusätzliche Plätze benötigt. Die Versorgungsquote liegt bei nur 31,1 Prozent für Krippenkinder und 93,5 Prozent für Kindergartenkinder – die Nachfrage ist damit bei Weitem nicht gedeckt.
Das Projekt dient zugleich als Pilotvorhaben für künftige Kita-Neubauten: Durch serielle Modulbauweise soll der Bauprozess beschleunigt werden. Die Finanzierung in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro ist über einen Festpreisvertrag gesichert, der Haushalt für 2025/2026 bereits bewilligt. Über den Antrag stimmt der Verwaltungsausschuss am 17. Juni ab. Bei einer Zustimmung könnte der Bau 2028 beginnen, die Fertigstellung ist für 2030 geplant.
Die neue Einrichtung würde nicht nur die Betreuungssituation in der Weststadt entlasten, sondern auch moderne Bauverfahren erproben. Falls das Vorhaben wie geplant voranschreitet, könnte die Kita noch vor Ende des Jahrzehnts ihre Türen für Familien öffnen. Mit dem festen Budgetrahmen und der Modulbauweise will die Stadt Kosten und Zeitplan unter Kontrolle halten.






