Müllwerker in Bremen streiken gegen geplante Lohnkürzungen und Tarifkonflikte
Amelie LangMüllwerker in Bremen streiken gegen geplante Lohnkürzungen und Tarifkonflikte
Müllwerker in Bremen treten heute in Streik – Lohnstreit eskaliert
In Bremen legen Straßenreiniger heute die Arbeit nieder, um gegen ungelöste Tarifkonflikte zu protestieren. Der Ausstand beginnt um 8:30 Uhr vor dem Bremer Arbeitsgericht, wo sich die Beschäftigten versammeln, um gegen geplante Lohnkürzungen zu demonstrieren. Die Gewerkschaft ver.di wirft der Geschäftsführung vor, sich weigernd an Verhandlungen zu beteiligen, und verschärft damit die ohnehin angespannte Lage.
Im Mittelpunkt des Streits stehen geplante Haushaltskürzungen, von denen nach Angaben der Gewerkschaft vor allem Geringverdiener betroffen wären. Ver.di-Sprecher Pit Eckert erklärte, die Weigerung der SRB-Geschäftsführung, in Gespräche einzutreten, habe zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen geführt. Unterdessen warnte der private Auftragnehmer, die Straßenreinigung gegebenenfalls auslagern zu müssen, sollte der Konflikt anhalten.
In einer morgigen Anhörung wird entschieden, ob der Arbeitgeber rechtlich verhindern darf, dass der Betriebsrat seine Position zum Streit öffentlich darlegt. Bereits jetzt wurde gewählten Mitgliedern untersagt, sich zu dem Thema zu äußern. Da keine Einigung in Sicht ist, hat ver.di zu weiteren Streiks aufgerufen, um die Geschäftsführung zum Umdenken bei den Lohnkürzungen zu zwingen.
Der Streik beginnt vor dem Bremer Arbeitsgericht am Standort Am Wall. Das Ergebnis der Anhörung könnte darüber entscheiden, ob der Betriebsrat seine Haltung äußern darf. Die Beschäftigten und die Gewerkschaft sind bereit, die Proteste fortzusetzen, bis der Lohnkonflikt beigelegt ist.






