14 March 2026, 04:01

Mann leuchtet Polizeihubschrauber mit Hochleistungslaser an – Bewährungsstrafe droht

Eine Gruppe uniformierter Polizisten steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, im Hintergrund eine Brücke und ein Gebäude.

Gefängnisstrafe für Laserpointer-Angriff auf Polizei-Hubschrauber - Mann leuchtet Polizeihubschrauber mit Hochleistungslaser an – Bewährungsstrafe droht

Ein 51-jähriger Mann ist verurteilt worden, weil er während einer Demonstration in Hamburg mit einem Hochleistungslaser einen Polizeihubschrauber angeleuchtet hat. Der Vorfall ereignete sich am 29. Januar 2024 in der Nähe der Autobahn A7, wo Protestierende mit Traktoren den Verkehr blockiert hatten. Das Gericht urteilte, dass der Laser eine erhebliche Gefahr für Augenverletzungen der Besatzung darstellte.

Der Hubschrauber befand sich in etwa 500 Metern Höhe, als der Laserstrahl ihn traf. Ermittler bestätigten, dass die Stärke des Lasers ausgereicht hätte, um bei direkter Einwirkung auf die Augen dauerhafte Schäden zu verursachen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann versuchten schweren Körperverletzung in Verbindung mit Nötigung vor.

Der Angeklagte erhielt eine siebenmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden.

Zwischen Januar und Juni 2024 wurden in Deutschland keine ähnlichen Laserangriffe auf Polizei- oder Rettungshubschrauber registriert. Die Behörden verzeichneten lediglich vereinzelte Vorfälle, ohne dass sich ein größeres Muster solcher Straftaten abzeichnete.

Die Bewährungsstrafe spiegelt die Einschätzung des Gerichts zur Gefährlichkeit des Lasers wider. Der Fall unterstreicht die Risiken, die von gezielten Angriffen mit Hochleistungslasern auf Luftfahrzeuge ausgehen. Sollte der Verurteilte gegen das Urteil Berufung einlegen, könnten weitere rechtliche Schritte folgen.

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