Mainzer "Marktfrühstück" startet am Schillerplatz – trotz Proteste und Zweifel
Tim VoigtMainzer "Marktfrühstück" startet am Schillerplatz – trotz Proteste und Zweifel
Mainzer "Marktfrühstück"-Reihe startet nach wochenlanger Debatte am Schillerplatz
Nach wochenlangen Diskussionen hat am Schillerplatz die beliebte Veranstaltungsreihe "Marktfrühstück" der Stadt Mainz begonnen. Die erste Ausgabe fand am 21. März statt – mit Verspätung, denn Proteste gegen den gewählten Standort hatten den Start verzögert. Während die Stadt das Marktfrühstück ausbauen möchte, gibt es sowohl bei Anwohnern als auch bei Gewerbetreibenden Bedenken.
Ursprünglich sollte das Frühstücksangebot bereits am 14. März starten, doch Widerstand führte zur Verschiebung. Kritiker hielten den Schillerplatz für ungeeignet. Lokale Unternehmer wie Agnese De Covre, Inhaberin des "Eiscafé De Covre", äußerten sich unzufrieden. Viele Betriebe behaupteten, sie seien nie zur Verlegung vom bisherigen, überfüllten Standort am Leichhof befragt worden.
Auch Oberbürgermeister Nino Haase räumte ein, Zweifel am Schillerplatz als Veranstaltungsort zu haben. Gleichzeitig betonte er, dass Anwohner in einer Großstadt gewisse Einschränkungen durch öffentliche Veranstaltungen hinnehmen müssten. Die Stadtpressestelle wollte sich nicht weiter zu seinen früheren Äußerungen über den Fischtorplatz – einen weiteren vorgeschlagenen Standort – äußern.
Die Reihe wird nun jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr stattfinden, voraussichtlich bis Oktober oder November. Einige Anwohner sorgen sich wegen des frühen Alkoholkonsums und der Auswirkungen auf das Viertel.
Trotz der Kontroversen hat das Marktfrühstück am Schillerplatz begonnen. Nicht alle Bedenken wurden ausgeräumt, sodass sowohl Gewerbetreibende als auch Anwohner unsicher in die Zukunft der Veranstaltung blicken. Die Reihe wird wie geplant bis in den Spätherbst hinein wöchentlich fortgesetzt.






