Lufthansa reformiert Pilotenrente – doch die Gewerkschaft bleibt skeptisch
Tim VoigtLufthansa schlägt neues Pilotenteilzeitdeal vor - Lufthansa reformiert Pilotenrente – doch die Gewerkschaft bleibt skeptisch
Lufthansa legt neuen Rentenplan für Piloten vor
Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag für ihre Piloten vorgelegt, mit dem die bisherige Überbrückungsrente für den vorzeitigen Ruhestand durch eine integrierte betriebliche Altersvorsorge ersetzt werden soll. Die Fluggesellschaft behauptet, dass die Neuregelung die Auszahlungen um bis zu 50 Prozent erhöhen könnte – und damit an die Systeme von Konkurrenten wie KLM und British Airways angeglichen würde.
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), die in der Vergangenheit bereits gestreikt hatte. Die Gewerkschaft kritisiert, dass das aktuelle Modell die Altersversorgung derjenigen gefährdet, die bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren fliegen.
Bisher erhalten Piloten, die bis 65 im Cockpit bleiben, keine Überbrückungszahlungen mehr – diese sind eigentlich für einen früheren Ruhestand gedacht. Lufthansas Plan sieht vor, diese separate Leistung komplett abzuschaffen. Stattdessen sollen die bisher für die Überbrückungsrente vorgesehenen Mittel in die betriebliche Altersvorsorge fließen.
Die Airline argumentiert, dass die Umstellung den Piloten mehr Flexibilität bei der Ruhestandsplanung bieten würde. Wer kurz vor dem Anspruch auf die aktuelle Überbrückungsrente steht, soll auch im neuen System Unterstützung erhalten. Zudem betont Lufthansa, dass integrierte Rentensysteme – ohne Regelungen für vorzeitigen Ruhestand – bei anderen großen Airlines bereits Standard seien.
Die VC hat den Vorschlag zur Kenntnis genommen und wird ihn nun in ihrem Verhandlungsteam prüfen. Der Plan kommt nach wiederholten Streiks der Piloten, die sich um die finanzielle Absicherung für diejenigen sorgen, die über das reguläre Frührentenalter hinaus arbeiten.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde die Lufthansa ihre Rentenstruktur an die von KLM und British Airways angleichen. Die Piloten könnten höhere Ansprüche erhalten, ohne dass dem Unternehmen zusätzliche Kosten entstehen. Die Bewertung der Gewerkschaft wird zeigen, ob der Streit um die Altersversorgungsleistungen damit beigelegt werden kann.






