29 April 2026, 16:03

"Lou Calen": Wie ein verfallenes Star-Hotel in der Provence zu neuem Glanz fand

Eine historische Karte von Nordamerika im 18. Jahrhundert, die die englischen, französischen und spanischen Territorialansprüche und -besetzungen zu Beginn des Franzosen- und Indianerkriegs zeigt, mit farbigen Regionen und beschreibenden Beschriftungen in einem dekorativen Rahmen.

"Lou Calen": Wie ein verfallenes Star-Hotel in der Provence zu neuem Glanz fand

Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach jahrzehntelangem Leerstand wieder seine Türen geöffnet.Lou Calen, einst ein beliebter Rückzugsort für Stars wie David Bowie und Pink Floyd, empfängt nun eine neue Generation von Gästen. Seine Geschichte beginnt mit einem jungen Mädchen, einem Ring und einem amerikanischen Soldaten im Jahr 1944.

Im August 1944 erhielt die zehnjährige Huguette Caren von einem US-Soldaten während der Feierlichkeiten zur Befreiung Cotignacs einen Ring. Jahrzehnte später kaufte sie ein Haus im Dorf und verwandelte es 1972 in Lou Calen – ein Hotel mit Restaurant. Der Ort entwickelte sich schnell zu einem Anziehungspunkt für Musiker und Künstler, darunter David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.

Das Hotel blühte auf, bis Huguette es 1999 schloss. Über 20 Jahre lang stand das Anwesen leer. Unterdessen zog sie nach Palm Springs, wo sie ein weiteres Restaurant eröffnete. Dort traf sie zufällig denselben Soldaten wieder, der ihr einst den Ring geschenkt hatte.

2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter Lou Calen und brachte es zu neuem Leben. Er erweiterte das Gelände um ein Kunstzentrum, eine Bar und ein Restaurant, das mit einem Michelin Grünen Stern ausgezeichnet wurde. Auch die Gästezimmer wurden renoviert – eine gelungene Verbindung aus modernem Komfort und historischem Charme. Heute zieht das Hotel internationale Gäste an, darunter vor allem Amerikaner.

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Huguettes Verbindung zu dem Ort lebt weiter – im Namen und Erbe von Lou Calen. Mittlerweile hat sie ein Kochbuch mit traditionellen Rezepte der Provence veröffentlicht und hält so ihre Bindung zur Region aufrecht.

Lou Calen ist heute sowohl ein kulturelles Wahrzeichen als auch ein luxuriöses Refugium. Seine Vergangenheit – von einem Kriegsgeschenk bis zum Treffpunkt der Prominenz – prägt noch immer seine Identität. Mit neuen Einrichtungen und einem globalen Publikum schreibt das Hotel nun sein nächstes Kapitel.

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