"Landtag Live": Wie junge Menschen in Bayern Politik hautnah erleben
Einwöchiges Politikprogramm in Bayern gibt jungen Teilnehmenden Einblicke in die Regierungsarbeit
Ein einwöchiges politisches Bildungsprogramm in Bayern hat jüngst jungen Menschen die Möglichkeit geboten, Regierung und Demokratie hautnah zu erleben. Darunter war auch Annarita Seitz aus Obergünzburg, die an Gesprächen mit Amtsträgern teilnahm und sich mit der Entstehung von Gesetzen beschäftigte. Die Initiative zielt darauf ab, Politik für die jüngere Generation zugänglicher und verständlicher zu machen.
Das Projekt "Landtag Live" findet seit 2003 alle zwei Jahre statt. Organisiert von der Katholischen Landjugendbewegung Bayern (KLJB Bayern) und der Kolpingjugend Bayern, arbeitet es in Kooperation mit dem Bayerischen Landtag, um junge Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern.
Im Rahmen der Woche besuchten die Teilnehmenden das Münchner Rathaus. Dort trafen sie auf Stadtrat Andreas Voßeler und diskutierten über die kommunale Politik in München. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Bayerischen Staatskanzlei, wo die Gruppe den Gesetzgebungsprozess näher kennenlernte.
Auch Digitalminister Fabian Mehring und Staatssekretär Tobias Gotthardt schalteten sich in das Programm ein. Sie erläuterten ihre Aufgaben in der Landesregierung und standen den Jugendlichen für Fragen zur Verfügung. Seitz bezeichnete die Erfahrung im Nachhinein als faszinierend und betonte, wie wichtig Anpassungsfähigkeit in der politischen Arbeit sei.
Ziel des Projekts ist es, Berührungsängste mit der Politik abzubauen und junge Menschen zur Teilnahme zu motivieren. Durch den direkten Austausch mit Entscheidungsträgern und die Beobachtung politischer Abläufe erhalten die Teilnehmenden praktische Einblicke in die Demokratie. Die Veranstalter hoffen, dass solche Erfahrungen zu einem langfristigen Engagement in gesellschaftlichen Prozessen anregen.






