24 May 2026, 08:01

Koblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen seit 2014

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Koblenzer Mitarbeiter Millionen an Schaden verursacht?

Koblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen seit 2014

Koblenz steht vor einem Finanzloch von über 5 Millionen Euro seit 2014

Die Stadt Koblenz kämpft seit 2014 mit einem kumulierten Fehlbetrag von mehr als 5 Millionen Euro – verursacht durch veraltete Finanzierungsbeiträge der umliegenden Landkreise. Hintergrund ist die seit Jahren unveränderte Kostenbeteiligung für Berufsschülerinnen und -schüler, während die Ausgaben der Stadt stetig stiegen und die Erstattungen auf dem Stand von 2014 blieben. Nun fordern Verantwortliche Aufklärung und drängen auf schnelle Reformen des Systems.

Aktuell erhält Koblenz von den Nachbarlandkreisen lediglich 190 Euro pro teilzeitbeschultem Berufsschüler – obwohl die tatsächlichen durchschnittlichen Kosten bei 406,80 Euro liegen. Bei 1.932 externen Schülerinnen und Schülern entsteht dadurch jährlich ein Minus von über 400.000 Euro. Der Rechnungsprüfungsausschuss wirft die Frage auf, warum die Zuschüsse nie an die gestiegenen Aufwendungen angepasst wurden.

Eine Untersuchung prüft derzeit, ob die finanziellen Verluste der Stadt hätten vermieden werden können und ob Ansprüche auf Schadensersatz über eine Berufshaftpflichtversicherung bestehen. Unterdessen hat Koblenz angekündigt, die Kreisumlagen rückwirkend ab Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler zu erhöhen; ab 2028 soll der Betrag dann auf 400 Euro steigen.

Betroffen von den Anpassungen sind die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald. Künftig will die Stadt die Kostenentwicklung an Berufsschulen regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass die Kreiszahlungen zeitnah angepasst werden.

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Die geplanten Erhöhungen werden die finanzielle Belastung Koblenz’ zwar lindern, doch die Verluste der Vergangenheit bleiben vorerst ungeklärt. Die Umlagen der Landkreise steigen nun schrittweise – die erste Anpassung gilt bereits seit Januar. Gleichzeitig prüfen die Verantwortlichen weiter, ob eine Nachfinanzierung für das entstandene Defizit möglich ist.

Quelle