Julio Iglesias: Warum das geplante Museum in Ojén nie Realität wurde
Ein Julio-Iglesias-Museum in Ojén bleibt vorerst ein unvollendeter Traum
Ein Museum zu Ehren von Julio Iglesias in Ojén steckt weiterhin in der Warteschleife. Das bereits vor Jahren vorgeschlagene Projekt kam trotz der engen Verbindung des Sängers zur Stadt nie über die Planungsphase hinaus. Einstige Bewohner erinnern sich noch gut an seinen Auftritt als Ausrufer auf der Feria de San Dionisio 2002 – ein Moment, der bleibende Spuren hinterließ.
Die Idee für das Museum entstand unter einer früheren Kommunalverwaltung. Geplant war es in der Nähe des Hauptplatzes, in kulturellen Gebäuden im Besitz der Stadt, die heute leer stehen. Doch die Verhandlungen stockten, und das Vorhaben wurde schließlich ad acta gelegt.
Juan Merino, der aktuelle Bürgermeister von Ojén, bestätigte, dass es nach dem Scheitern der ersten Initiative keine weiteren Gespräche mit Iglesias gegeben habe. Der Stadtrat habe seitdem klargestellt, dass es keine konkreten Pläne zur Wiederbelebung des Museums gebe.
Iglesias selbst lehnte bereits zweimal öffentliche Ehrungen der Stadt ab. 2017 schlug er das Angebot aus, zum adoptiven Sohn Ojéns ernannt zu werden. Drei Jahre später lehnte er auch den offiziellen Vorschlag für ein Museum ab, das seinem künstlerischen Werdegang gewidmet sein sollte. Dennoch besitzt er weiterhin ein Haus in der Region und prägt so nach wie vor das lokale Kulturleben.
Das Museum bleibt auf unbestimmte Zeit auf Eis – Verhandlungen zwischen der Stadt und Iglesias finden nicht statt. Die ungenutzten Kulturbauten am Platz dienen als stille Mahnmale des gescheiterten Projekts. Vorerst lebt die Verbindung des Sängers zu Ojén vor allem durch sein Anwesen und frühere Beiträge weiter – nicht durch eine eigene Ausstellung.






