19 April 2026, 06:02

Hitzige Debatten im Berliner Abgeordnetenhaus vor der Osterpause

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern, Flaggen und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Hitzige Debatten im Berliner Abgeordnetenhaus vor der Osterpause

Heftige Debatten im Berliner Abgeordnetenhaus vor der Osterpause

Vor der vierwöchigen Osterpause kam es im Berliner Abgeordnetenhaus zu hitzigen Auseinandersetzungen. Streitpunkte waren ein umstrittenes Gesetz zur Ausbildungsabgabe, Skandale in Jugendclubs sowie die Krisenbewältigung von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) während des Stromausfalls im Januar. Zwar wurde die Abgabenregelung mit klarer Mehrheit beschlossen, doch die Vorwürfe im Zusammenhang mit den Neuköllner Jugendhilfeeinrichtungen blieben ungelöst.

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Die CDU geriet unter Druck, als die überarbeitete Vorlage zur Ausbildungsabgabe zur Abstimmung stand. Während Wirtschaftsführer die Pläne scharf kritisierten, sicherten die Grünen und die Linke ihre Unterstützung zu, um eine Mehrheit zu sichern. Bei der namentlichen Abstimmung stimmten lediglich 16 Abgeordnete dagegen – allesamt aus der AfD-Fraktion –, fünf enthielten sich.

Zuvor hatte die CDU-Senatorin Katharina Günther-Wünsch drei Politiker wegen ihres Umgangs mit mutmaßlicher sexualisierter Gewalt in einem Neuköllner Jugendclub scharf angegriffen. Sie warf dem SPD-Bezirksbürgermeister Martin Hikel vor, sich der Verantwortung zu entziehen, und der Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, unterstellte sie, das Thema in ihrer Rede ignoriert zu haben. Kritik übte Günther-Wünsch auch an der Linken-Politikerin Sarah Nagel wegen der Vorfälle in der Wutzkyallee.

Unterdessen entging Kai Wegner nur knapp einer Befragung durch die Grünen zu seinem Handeln während des Januar-Blackouts. Pünktlich zum Termin erschienen, räumte er Kommunikationspannen ein und entschuldigte sich. Auf Nachfrage gab er zu, während des Stromausfalls größtenteils zu Hause geblieben zu sein – mit Ausnahmen für ein Tennismatch und Gassi gehen mit dem Hund.

Die Sitzung markierte den Abschluss der parlamentarischen Arbeit vor der Osterpause. Trotz Widerstand aus der Wirtschaft und innerparteilicher Bedenken der CDU passierte das Gesetz zur Ausbildungsabgabe mit breiter Unterstützung. Wegners Entschuldigung und Günther-Wünschs Vorwürfe gegen lokale Verantwortungsträger unterstreichen die anhaltenden Konflikte um politische Verantwortung. Nach der Pause werden diese Themen wieder auf der Tagesordnung stehen.

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