"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurant zum Ziel politischer Hasswellen wird
Amelie Lang"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurant zum Ziel politischer Hasswellen wird
Ein Restaurant in Mainz namens Heimat ist zum Zentrum einer hitzigen Kontroverse geworden. Besitzer Veli Ivecen und sein Team sehen sich aggressiven Angriffen von Kritikern aus dem gesamten politischen Spektrum ausgesetzt. Was als ein Ort der Wertschätzung für kulturelles Erbe begann, ist zum Ziel von Hass geworden.
Veli Ivecen eröffnete Heimat mit einer klaren Vision: ein einladender Ort, der seine deutsch-türkisch-kurdischen Wurzeln mit seiner Liebe zu Mainz verbindet. Der Name selbst, der „Heimat“ bedeutet, sollte Wärme und Zugehörigkeit vermitteln. Doch statt Anerkennung hat das Restaurant heftige Feindseligkeit auf sich gezogen.
Die Angriffe haben sich schnell zugespitzt. Ivecen wurde als Nazi beschimpft, die Fassade des Restaurants wurde beschädigt. Kritik kommt sowohl von links- als auch von rechtsextremen Gruppen, was ihn und sein Team unter Druck setzt. Zeitweise erwog er sogar, den Namen zu ändern, um die Spannungen zu entschärfen.
Trotz der anhaltenden Anfeindungen bleibt Ivecen offen für konstruktives Feedback zu Essen und Konzept. Doch die aktuelle Aggressivität lehnt er entschieden ab. Die Entscheidung, den Namen Heimat beizubehalten, ist für ihn eine klare Haltung gegen die Feindseligkeit.
Die Kontroverse um Heimat ebbt nicht ab. Ivecen wird weiterhin verbal angegriffen und muss Sachbeschädigungen hinnehmen, doch er besteht darauf, die ursprüngliche Identität des Restaurants zu bewahren. Fürs Erste liegt der Fokus darauf, die Gäste zu bedienen – und sich gleichzeitig durch den anhaltenden Gegenwind zu navigieren.






