Heidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheims Abstiegskampf spitzt sich nach umstrittenem Abseits zu
Heidenheim unterliegt Eintracht Frankfurt mit 0:1 und bleibt seit 13 Spielen ohne Sieg
Die Niederlage gegen die Frankfurter verschärft die Krise des FC Heidenheim: Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz rutscht der Aufsteiger immer tiefer in den Abstiegskampf. Ein umstrittenes Abseits urteilte gegen einen möglichen Ausgleichstreffer – Frust bei Spielern und Trainer Frank Schmidt war die Folge.
Trotz jüngerer Fortschritte in der Offensive gelang es Heidenheim auch nach der Roten Karte gegen Robin Koch (55.) nicht, klare Torchancen herauszuspielen. Die Eintracht musste fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten, doch die Gäste blieben harmlos.
Die Mannschaft von Frank Schmidt begann die Partie defensiv orientiert, kam im ersten Durchgang jedoch kaum zu gefährlichen Abschlussaktionen. Auch nach dem Platzverweis gegen Koch änderte sich wenig am mangelnden Angriffselan.
Erst spät glaubte Heidenheim den Ausgleich geschafft zu haben: Sirlord Conteh traf in der Schlussphase, doch der Treffer wurde nach Prüfung durch das halbautomatische Abseitssystem aberkannt – der Stürmer stand Millimeter vor dem letzten Abwehrspieler. Conteh bezeichnete die Technologie später als "völligen Unsinn", während Schmidt, trotz sichtbarer Verärgerung, betonte, dem System weiterhin zu vertrauen.
Doch der Trainer zeigte sich weitaus besorgter über die anhaltenden defensiven Schwächen seines Teams als über die Abseitsentscheidung. Zwar hat Heidenheim in den vergangenen zwei Jahren taktisch Fortschritte gemacht – der Wechsel auf ein 4-3-3-System, gestiegener Ballbesitz (von 42 auf 51 Prozent) und eine verbesserte Passquote (von 74 auf 82 Prozent) zeugen davon. Doch die Abwehr bleibt ein Sorgenkind. Zwar haben Offensivkräfte wie Tim Kleindienst, der in der Saison 2024/25 15 Tore erzielte, die Angriffskraft gestärkt – doch individuelle Fehler in der Defensive kosten die Mannschaft immer wieder Punkte.
Die Pleite gegen Frankfurt zementiert Heidenheims Position im Tabellenkeller. Die einst vielversprechenden Offensivstatistiken verblassen angesichts der langen Serie ohne Sieg zunehmend.
Mit nur noch wenigen Spielen bleibt dem Team wenig Zeit, um die zehn Punkte auf den Relegationsplatz aufzuholen. Die kommenden Partien werden über den Klassenerhalt entscheiden. Währenddessen dürften die Diskussionen über die defensive Instabilität und die Auswirkungen knapper VAR-Entscheidungen die Vorbereitung auf die nächsten Begegnungen prägen.