05 May 2026, 06:01

Haßelmann greift Scholz und Merz an: "Große Worte, aber keine Taten"

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die ihre politischen Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Haßelmann greift Scholz und Merz an: "Große Worte, aber keine Taten"

Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, hat Bundeskanzler Olaf Scholz und CDU-Chef Friedrich Merz scharf kritisiert. Sie warf beiden vor, Versprechen nicht einzulösen, während sie gleichzeitig öffentliche Erwartungen schürten. Ihre Äußerungen fielen in einem aktuellen Interview, in dem sie auch die Position ihrer Partei zur Arbeit der aktuellen Regierung darlegte.

Haßelmann richtete ihre Kritik zunächst gegen Scholz. Sein Führungsstil bestehe darin, „große Ankündigungen zu machen, Erwartungen hochzuschrauben, andere zu brüskieren – und am Ende nur das Nötigste zu liefern“, so die Politikerin. Um ihre Kritik zu verdeutlichen, griff sie zu einem Fußballvergleich: Der Kanzler stehe „nicht auf dem Platz“, wenn es um die tatsächliche Umsetzung gehe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Anschließend wandte sie sich Merz zu, der Scholz einst als „Machtklempner“ kritisiert hatte. Nun, so Haßelmann, bleibe ausgerechnet er hinter den Möglichkeiten zurück – obwohl die finanziellen Rahmenbedingungen für zentrale Investitionen so günstig seien wie selten zuvor. In den Bereichen Infrastruktur, Klimaschutz und Schienenverkehr hätte die Regierung ihrer Ansicht nach weit mehr erreichen müssen.

Die Grünen-Chefin zeigte sich zudem verärgert über das Fehlen eines klaren Regierungsplans, um den Alltag der Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern. Statt auf leere Worte zu setzen, forderte sie die Verantwortlichen auf, „sich zusammenzureißen und endlich zu liefern“. Gleichzeitig stellte sie klar, dass ihre Partei keinen vorzeitigen Bruch der Koalition anstrebe. Vielmehr wolle man selbst Verantwortung übernehmen und „echten Fortschritt“ im Land vorantreiben.

Haßelmanns Aussagen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik wider. Die Grünen präsentieren sich als treibende Kraft für konkrete Veränderungen – bleiben aber weiterhin der aktuellen Koalition verpflichtet. Ihre Kritik setzt sowohl Scholz als auch Merz unter Druck, bald greifbare Ergebnisse vorzuweisen.

Quelle