16 April 2026, 10:02

Handwerk im Kreis Steinfurt leidet unter Energiekosten und Lieferengpässen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk im Kreis Steinfurt leidet unter Energiekosten und Lieferengpässen

Handwerksbetriebe in Steinfurt kämpfen mit steigenden Energiekosten und Lieferkettenproblemen

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Lokale Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt sehen sich wachsenden Herausforderungen durch explodierende Energiekosten und anhaltende Störungen in den Lieferketten gegenüber. Der andauernde Konflikt im Iran hat die Ausgaben weiter in die Höhe getrieben und erschwert es Unternehmen, ihre Kunden wie gewohnt zu bedienen. Unterdessen trafen sich kürzlich Vertreter aus dem Kreis und der Innung, um diese Probleme zu erörtern und die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Anlässlich ihrer jährlichen Sitzung kamen Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und des Kreises Steinfurt zusammen. Neben Landrat Dr. Martin Sommer und dem Leiter für Bau- und Umweltangelegenheiten, Carsten Rehers, nahm auch Christian Holterhues, Geschäftsführer der WESt mbH, teil. Gemeinsam mit den Innungsvertretern Frank Tischner, Heinz-Bernd Lohmann und Thomas Bäumer diskutierten sie drängende Themen der Branche.

Ein zentraler Punkt war die Auswirkung der neuen Vergabevorschriften für öffentliche Aufträge, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Reformen zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und Handwerksbetrieben mehr Spielraum bei der Angebotsabgabe zu verschaffen. Tischner begrüßte die Neuerungen, betonte jedoch, dass kleinere Auftragslose weiterhin Priorität haben müssten, um lokalen Betrieben faire Wettbewerbschancen zu bieten.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Bekämpfung der Schwarzarbeit, die legale Arbeitsplätze gefährdet und die Sozialsysteme belastet. Beide Seiten vereinbarten, auch künftig gemeinsam gegen diese Praxis vorzugehen. Zudem wies der Kreis auf seine Unterstützungsangebote für Betriebsübergaben und -übernahmen hin, die über die Innung und die WESt vermittelt werden.

Die duale Berufsausbildung stand ebenfalls im Fokus – sie gilt als entscheidend für stabile Karrierewege und die Lösung des Nachfolgeproblems im Handwerk. Die Runde sprach zudem über die Folgen der Instabilität im Nahen Osten, die Lieferketten unterbricht und Unternehmen zögern lässt, in Investitionen zu gehen.

Das Treffen endete mit dem bekräftigten Willen, das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Innung weiter zu stärken. Die Betriebe sollen auch künftig Unterstützung erhalten, um die steigenden Kosten und regulatorischen Änderungen zu meistern. Zwar dürften die neuen Vergaberegeln einige Erleichterungen bringen, doch bleiben die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten eine Belastung.

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