15 March 2026, 02:01

Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Gala und Chanel-Kooperation

Ein prunkvoller goldener Rahmen in einem Museum ausgestellt, verziert mit Skulpturen, mit einer Wand im Hintergrund.

Cate Blanchett: "Kunst kann man nicht knebeln" - Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Gala und Chanel-Kooperation

Berlins Hamburger Bahnhof feiert 30-jähriges Jubiläum mit glamouröser Gala

Mit einer prominent besetzten Festveranstaltung unter dem Titel Eine Nacht in Berlin beging das Museum Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen. Die Gala ehrte private Förderer und präsentierte neue Kooperationen, darunter eine bedeutende Partnerschaft mit dem Modehaus Chanel. Zu den Gästen zählten die Hollywoodschauspielerin Cate Blanchett, die in Begleitung ihres Sohnes erschien, sowie zahlreiche Größen aus Film, Musik und Kunst.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen Persönlichkeiten, die sich besonders um die zeitgenössische Kunst verdient gemacht haben. Die libanesisch-britische Künstlerin Mona Hatoum erhielt einen Preis für ihr Lebenswerk, während die indische Sammlerin Kiran Nadar ebenfalls ausgezeichnet wurde. Zudem wurden vier neue Förderpreise im Wert von je 15.000 Euro eingeführt, darunter der Hamburger Bahnhof Studio-Preis für drei aufstrebende deutsche Künstler unter 35 Jahren.

Auf der Bühne hielt Blanchett eine leidenschaftliche Rede zur Verteidigung der künstlerischen Freiheit. "Wir dürfen die Kunst nicht abschalten. Wir dürfen sie nicht zum Schweigen bringen", betonte sie und verwies dabei auf ihre eigene Verbindung zum Museum – 2016 hatte sie in Julian Rosefeldts Installation Manifesto mitgewirkt. Weitere Gäste des Abends waren Schauspieler Matt Dillon, Regisseur Wim Wenders und die Leiterin der Berlinale, Tricia Tuttle.

Die Museumsleiter Sam Bardaouil und Till Fellrath nutzten die Veranstaltung, um neue Finanzierungsinitiativen vorzustellen. Eine Kooperation mit Chanel wird die Reihe Chanel Commission unterstützen, die mit der Ausstellung We Make Years Out of Hours der litauischen Künstlerin Lina Lapelytė startet. Vom 1. Mai 2026 bis zum 10. Januar 2027 verwandelt die Schau die Historische Halle des Museums in eine Bühne für partizipative Choreografien.

Die Gala markierte einen Meilenstein für den Hamburger Bahnhof und unterstrich seine Bedeutung als zentraler Akteur der Berliner Kulturszene. Mit neuen Preisen, hochkarätiger Unterstützung und kommenden Ausstellungen sichert sich das Museum die Ressourcen für die nächsten drei Jahrzehnte. Die von Chanel geförderte Ausstellung und Blanchetts Engagement zeigen: Der Fokus bleibt auf mutiger, experimenteller Kunst.

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