16 March 2026, 18:01

Hamburg plant klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 – fünf Jahre vor Bundesziel

Ein altes Stadtplan von einer Stadt, wahrscheinlich Hamburg, mit zahlreichen Gebäuden und Text, gedruckt auf einem Stück Papier.

Hamburg präsentiert Entwurf für kommunale Wärmeanlagenplanung - Hamburg plant klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 – fünf Jahre vor Bundesziel

Hamburg hat einen Entwurf für einen Plan vorgelegt, der die Wärmeversorgung der Stadt bis 2040 klimaneutral gestalten soll – fünf Jahre früher als das nationale Ziel Deutschlands. Derzeit sind noch acht von zehn Haushalten auf Öl oder Gas als Wärmequelle angewiesen.

Die Wärmeversorgung macht etwa die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs und CO₂-Ausstoßes Hamburgs aus. Um die Emissionen zu senken, setzt der Plan auf dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, lokale Nahwärmenetze und den Ausbau der Fernwärme. Ein zentrales Ziel ist es, die Kohlenutzung in der Fernwärme bis 2030 schrittweise zu beenden. In Wilhelmsburg laufen bereits erste Geothermie-Projekte an.

Mit dem Hamburger Wärmeportal steht Bürgern und Unternehmen nun ein Online-Tool mit interaktiven Karten zur Verfügung, das passende Heizlösungen für verschiedene Stadtteile vorschlägt. Bis zum 14. April 2026 können Anwohner und Betriebe ihre Stellungnahmen zum Entwurf über die Bürgerbeteiligungplattform Diplanung abgeben. Die endgültige Fassung des Wärmeplans soll bis Ende Juni 2026 beschlossen werden.

Konkrete Angaben dazu, wie viele neue Wärmeprojekte bis 2030 starten oder welche Stadtteile zuerst umgestellt werden, enthält der Entwurf nicht. Der lokale Energieversorger bestätigte jedoch, dass bereits an der Umstellung von Kohle auf klimafreundlichere Alternativen gearbeitet wird. Sobald der Plan verabschiedet ist, wird er Hamburgs Übergang zu einer grüneren Wärmeversorgung in den kommenden zwei Jahrzehnten steuern.

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