Grüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter bis 2029
Tim VoigtGrüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter bis 2029
Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben mit Salzgitter verbinden und das Stahlwerk mit sauberer Energie versorgen
Das von der Ontras Gastransport GmbH geleitete Projekt ist Teil einer umfassenden Initiative zur Produktion von „grünem Stahl“ im Werk von Salzgitter AG. Derzeit laufen Planung und Genehmigungsverfahren, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.
Die 68 Kilometer lange Leitung wird durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter verlaufen. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern soll sie Wasserstoff transportieren, um das Salzgitter-Stahlwerk im Rahmen des Transformationsprogramms SALCOS mit Energie zu versorgen. Ontras hat die benötigten Rohre bereits bei Mannesmann, einer Tochtergesellschaft von Salzgitter AG, bestellt.
Bevor die genaue Trasse feststeht, führt Ontras von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durch. Im Fokus steht dabei die Erfassung von Vorkommen des Europäischen Hamsters in den betroffenen Gebieten. Das formelle Genehmigungsverfahren hat bereits begonnen; die Inbetriebnahme der Pipeline ist für Dezember 2029 geplant.
Nach Fertigstellung wird die Leitung die kommerzielle Wasserstoffversorgung von Kunden ermöglichen und den Übergang des Stahlwerks zu produktionsärmeren Emissionsmethoden unterstützen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Umstellung von Salzgitter AG auf eine klimafreundlichere Stahlproduktion. Die Wasserstofflieferungen über die neue Pipeline sollen Ende 2029 beginnen. In den kommenden Jahren folgen detaillierte Trassenplanung und Umweltverträglichkeitsprüfungen, bevor mit dem Bau begonnen wird.






