Geldwäsche-Regeln im Profisport scheitern – Bremen kämpft weiter gegen Schlupflöcher
Amelie LangGeldwäsche-Regeln im Profisport scheitern – Bremen kämpft weiter gegen Schlupflöcher
Verschärfte Geldwäsche-Regeln im Profisport stoßen auf Widerstand
Ein gesetzgeberischer Vorstoß zur Verschärfung der Geldwäscheprävention im Profisport ist vorerst gescheitert. Die von Bremen und Berlin gemeinsam eingebrachte Initiative war vor zwei Wochen dem Bundesrat vorgelegt worden, sieht sich nun jedoch mit Verzögerungen konfrontiert. Justizsenatorin Dr. Claudia Schilling kritisierte den Schritt als „Verweigerungshaltung gegenüber dem Kernproblem“.
Das von Bremen angeführte Vorhaben zielt darauf ab, den Profisport denselben Geldwäschevorschriften zu unterwerfen wie andere Wirtschaftszweige. Bisher unterliegen Vertreter des Sports nicht dem Geldwäschegesetz, was zu Kontrolllücken führt. Die Europäische Kommission hatte dieses Risiko bereits 2007 thematisiert; ein Bericht von 2019 bestätigte erneut die Gefahr, dass schmutziges Geld in den Sektor sickert.
Der Wirtschaftsausschuss stimmte für eine Vertagung der Initiative und blockierte damit vorerst den Fortschritt. Bremen weigert sich jedoch, die Verzögerung hinzunehmen, und wird darauf drängen, den Antrag erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Schilling übt scharfe Kritik an der Entscheidung und wirft den Verantwortlichen vor, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Problematik zu umgehen.
Trotz des Rückschlags erhält die Initiative bereits Unterstützung aus der SPD-Bundestagsfraktion. Auch der Finanzausschuss empfiehlt, den Gesetzesentwurf im Parlament einzubringen. Schilling bleibt entschlossen, die Reformen voranzutreiben, und will gemeinsam mit Befürwortern alternative Wege ausloten. Ihr Ziel ist klar: die Integrität des Profisports durch die Schließung regulatorischer Schlupflöcher zu schützen.
Die Vertagung lässt die Initiative vorerst in der Schwebe – doch Bremens beharrliche Haltung hält den Druck aufrecht. Mit Rückendeckung durch die SPD und den Finanzausschuss könnte der Vorschlag noch einen Weg nach vorn finden. Schillings nächste Schritte werden darauf abzielen, Verbündete zu mobilisieren, um die Reformen über andere politische Kanäle durchzusetzen.






