Frasers Group will Hugo Boss für 1,7 Milliarden Pfund übernehmen
Frasers Group startet 1,7-Milliarden-Pfund-Übernahmeangebot für Hugo Boss
Der britische Einzelhandelskonzern Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund (rund 1,95 Milliarden Euro) für den Luxusmodehersteller Hugo Boss vorgelegt. Die Marke ist bekannt für ihre hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires. Das Angebot bewertet jede Aktie mit 38 Euro.
Frasers hält bereits 26 Prozent der Hugo-Boss-Aktien. Nach deutschen Übernahmebestimmungen löst ein Anteil von 30 Prozent eine Pflicht zur Abgabe eines Angebots für alle ausstehenden Aktien aus. Das Unternehmen strebt an, die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abzuschließen – vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen.
Zur Finanzierung der Übernahme hat Frasers eine Kreditlinie über eine Vereinbarung mit mehreren Banken gesichert. Weitere Mittel könnten aus einem bestehenden langfristigen Darlehen sowie einer revolvierenden Kreditfazilität stammen. Michael Murray, der Vorstandsvorsitzende von Frasers, zog sich aus den internen Beratungen zurück, da er gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat von Hugo Boss ist.
Hugo Boss verzeichnete für das Jahr 2025 starke Finanzkennzahlen: Der Umsatz lag bei 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA bei 782 Millionen Euro. Die Bruttovermögenswerte beliefen sich auf 3,7 Milliarden Euro, die Nettovermögenswerte auf 1,6 Milliarden Euro. Frasers betrachtet Hugo Boss als eine seiner fünf wichtigsten Marken und bekräftigte seine Unterstützung für den aktuellen Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer des Unternehmens.
Das Angebot steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigaben. Bei Erfolg würde Frasers Hugo Boss vollständig übernehmen und die Marke enger in sein Portfolio integrieren. Der Deal würde für die Gruppe einen bedeutenden Ausbau im Luxusmodesektor bedeuten.






