Frachtschiff läuft bei Bremerhaven auf Grund – Ermittlungen gegen Besatzung
Amelie KrausFrachtschiff läuft bei Bremerhaven auf Grund – Ermittlungen gegen Besatzung
Frachtschiff läuft auf der Weser bei Bremerhaven auf Grund
Am Mittwoch, dem 11. März 2026, ist ein großes Frachtschiff auf der Weser in der Nähe von Bremerhaven auf Grund gelaufen. Der Vorfall ereignete sich nahe der Geestemündung, wo das Schiff eine Navigationsboje rammte. Die Behörden haben daraufhin Ermittlungen zur Ursache des Unfalls eingeleitet.
Das 180 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Bremen nach Italien, als es in der Nähe der Weser-Tonne 63 vom Kurs abkam. Ein Navigationsfehler sowie weitere Faktoren führten zur Grundberührung. Dabei wurde die Navigationshilfe beschädigt, während das Schiff selbst nur leichte Schäden davontrug.
Unmittelbar nach dem Zwischenfall stoppte die Schifffahrtsverkehrszentrale die Weiterfahrt des Frachters. Es bleibt vorerst in Bremerhaven festgemacht, bis die Behörden ihre Überprüfungen abgeschlossen und die Freigabe erteilt haben.
Die Ermittlungen richten sich nun gegen verantwortliche Besatzungsmitglieder, darunter auch den an Bord befindlichen Lotsen. An der deutschen Nordseeküste und im Wesergebiet hat es in den vergangenen fünf Jahren etwa 15 ähnliche Grundberührungen gegeben. Dazu zählen unter anderem die Strandung der Fähre Mecklenburg-Vorpommern in der Weser im Jahr 2023 sowie mehrere Frachtschiffe in der Nähe von Wilhelmshaven in den Jahren 2022 und 2024, wie aus Berichten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hervorgeht.
Das Schiff verbleibt vorerst in Bremerhaven, bis die Behörden seine Seetüchtigkeit bestätigen. Auch die beschädigte Navigationsboje muss repariert werden, bevor die Schifffahrtsrouten wieder uneingeschränkt befahrbar sind. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Grundberührung dauern an.