07 June 2026, 06:00

Fotoausstellung in Bremen zeigt jüdische Schicksale und lebendige Traditionen

Ausstellung gewährt Einblicke in das jüdische Leben in Bremen

Fotoausstellung in Bremen zeigt jüdische Schicksale und lebendige Traditionen

Neue Fotoausstellung in Bremen: Jüdisches Leben durch persönliche Schicksale und Traditionen

Heute eröffnet in Bremen eine neue Fotoausstellung, die durch persönliche Geschichten und Bräuche einen Einblick in das jüdische Leben gewährt. Die unter dem Titel „In ihre Gesichter geschrieben“ gezeigte Schau präsentiert Porträts von 19 älteren Jüdinnen und Juden, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland emigriert sind. Ihre von Überleben, Verlust und Widerstandskraft geprägten Erfahrungen hat der Fotograf Rainer Geue in beeindruckenden Bildern festgehalten.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr bis Sonntag, den 30. Januar, in der Jüdischen Gemeinde Bremen zu sehen. Sie ist Teil der Bremer Wochen der Jüdischen Kultur, veranstaltet vom Forum für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Bremen.

Im Mittelpunkt der Fotografien stehen Überlebende, die den Holocaust nur knapp entkommen sind. Jedes Gesicht trägt die Last der Geschichte – das Trauma der Schoa und den Verlust unzähliger Angehöriger. Doch trotz dieser Schicksalsschläge zeigen die Bilder auch die Stärke jüdischer kultureller und religiöser Traditionen.

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Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über zentrale Bräuche wie Schabbat, Bar Mizwa, Jom Kippur und Chanukka. Die Ausstellung beleuchtet zudem die Rolle lokaler jüdischer Vereine und Einrichtungen, die das Gemeinschaftsleben in Bremen aufrechterhalten.

Die offizielle Eröffnung findet am Mittwoch um 18 Uhr statt und wird von Bremens Bürgermeister und Senator für Religionsangelegenheiten, Dr. Andreas Bovenschulte, geleitet. Die Veranstaltung unterstreicht das Engagement der Stadt, jüdisches Erbe zu ehren und zu bewahren.

Bis zum 30. Januar bleibt die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet die Möglichkeit, sich mit den Geschichten jener auseinanderzusetzen, die ihr Leben nach unfassbaren Verlusten neu aufbauten. Durch Fotografie und persönliche Erzählungen wirft sie ein Licht auf historische Kämpfe und die lebendige Präsenz jüdischer Kultur in Bremen.

Quelle