19 April 2026, 04:01

Finanzkrise im Regionalverkehr: Drohen massive Streichungen bei Bussen und Bahnen ab 2031?

Eine detaillierte Karte einer Stadt mit einer hervorgehobenen Zugroute von München nach Frankfurt, einschließlich Haltestellen und Umgebung, mit Text, der Zugdetails bereitstellt.

Finanzkrise im Regionalverkehr: Drohen massive Streichungen bei Bussen und Bahnen ab 2031?

Deutschlands Regionalverkehrsbehörden stehen vor einer Finanzkrise – drohen massive Kürzungen bei Bussen und Bahnen

Die regionalen Verkehrsbehörden in Deutschland sehen sich einer dramatischen Finanzlücke gegenüber, die zu flächendeckenden Streichungen im Bus- und Schienenverkehr führen könnte. In einer neuen Entschließung warnt die Verkehrsministerkonferenz (VMK), dass bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro nötig seien, um den aktuellen Service überhaupt aufrechterhalten zu können.

In ihrem gemeinsamen Positionspapier bringen die Minister:innen ihre tiefe Verärgerung über die Untätigkeit der Bundesregierung zum Ausdruck. Ohne weitere Mittel hätten die Verkehrsverbünde keine andere Wahl, als Zugverbindungen zu streichen und Buslinien einzuschränken. Die derzeitige jährliche Förderung von rund 12 Milliarden Euro für alle 16 Bundesländer steigt zwar um 3 Prozent pro Jahr – doch das reicht bei Weitem nicht aus, um die wachsenden Kosten zu decken.

Die Verkehrsministerkonferenz hat die Bundesregierung offiziell aufgefordert, die Regionalisierungsmittel deutlich aufzustocken. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (parteilos) lehnte jedoch jede Zusagen ab und verwies auf eine unrealistische Frist für eine Entscheidung.

Ohne schnelles Handeln wird das Finanzloch die Behörden zwingen, den Betrieb einzuschränken. Die Minister:innen betonen, dass die zusätzlichen 14 Milliarden Euro unverzichtbar seien, um flächendeckende Kürzungen zu verhindern.

Die Finanzlücke setzt das deutsche Regionalverkehrsnetz massiv unter Druck. Falls der Bund die Mittel nicht erhöht, müssen ab 2031 Busse und Bahnen gestrichen werden. Die Entschließung der Ministerkonferenz liegt nun in Berlin zur Antwort vor.

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